20. August 2016

Zirkusnummer

Am Ende meines Urlaubs hatte ich mich mit Sportfreunden verabredet, um noch zwei gemeinsame  Rad-/Handbiketouren rund um Füssen zu unternehmen.

Von ihnen kam auch der Vorschlag zu einem Abstecher auf die Kenzenhütte. Mich hingegen interessierte vor allem die Auffahrt zur Bleckenau, weil man dabei quasi am Schloß Neuschwanstein vorbeikommt. Ich wollte mir ein eigenes Bild von diesem Ort machen, welcher einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands sein soll.

Auf unserer Freitag-Tour verbanden Gitti, Toni und ich also beide Ziele mit einer kleinen Runde um den Forggensee. Die Kenzenhütte ist über einem 450-Höhenmeter-Anstieg auf für den privaten Kraftverkehr gesperrten Wald- und Forststraßen gut zu erreichen. Allerdings bieten die letzten zwei Kilometer bei festgefahrener Kiesel-/Sandpiste einige steile Passagen, wo man mit dem Handbike knapp an der Traktionsgrenze fährt. Oben gab es zur Belohnung für Kaiserschmarrn für alle.

Mit Gitti und Toni vor dem Berggasthaus Bleckenau (Aufnahmeort)
Nach einer entspannten Seerundfahrt im welligen Voralpenland widmeten wir uns schließlich dem zweiten großen Aufstieg des Tages. Und der entwickelte sich ab Hohenschwangau bis zur Marienbrücke oberhalb des Schlosses Neuschwanstein zu einem ungewollten und vor allem nervenden Schaufahren. Allen war klar, daß es rund um Neuschwanstein ordentlich belebt sein würde. Solche Touristenmassen hatte jedoch keiner erwartet! Absolut abartig! Wahrscheinlich kann man hier nur in finsterster Nacht ruhig durchkommen. Glücklicherweise änderte sich das ab der Marienbrücke nahezu schlagartig. Als wäre man gerade eben durch ein Tor hindurchgegangen, verirrten sich zur Bleckenau nur noch einige wenige Leute. Auf dem Rückweg war es dann genau umgekehrt.

Heute sind wir dann ohne festes Ziel einfach in Richtung Westen zu einer kleinen Abschlußrunde aufgebrochen. Vorbei an Forggen-, Alat-, Weißen- und Hopfensee, wurde daraus bei herrlichem Sommerwetter eine sehr schöne 4-Seen-Tour mit Umkehrpunkt Pfronten. Ab Mittag begann es jedoch, sich zuzuziehen. Doch nach ausgiebiger Mittagspause in einer Gaststätte am Hopfensee erreichten wir am frühen Nachmittag rechtzeitig wieder den Zeltplatz.

Kurz darauf kam der angekündigte Regen.

Track der Handbiketour vom 19.08.2016
Track der Handbiketour vom 20.08.2016

Kommentare :

Resi hat gesagt…

Du verdienst den absoluten Respekt, dass Du dort mit dem Handbike rumgekurvt bist.
Ich meide solche Touripunkte schon fast aus Gewohnheit, weil es mir einfach viel zu viele Menschen sind. Leider sind nicht alle so rücksichtsvoll und treten mal einen Schritt zur Seite, wenn es nötig ist.

Ein guter Kaiserschmarrn ist immer eine Reise Wert ;)

Veit hat gesagt…

Na ja, wenn ich gewußt hätte, was mich erwartet, wäre ich vielleicht nicht oder zu einer anderen Tageszeit gefahren. Das habe ich wirklich unterschätzt! Respekt verdient das nicht, wohl eher Kopfschütteln über so viel Hartnäckigkeit. Aber so häufig komme ich nun mal nicht dorthin. Beim nächsten Mal weiß ich jedenfalls, was mich erwartet. Da fahre ich nachts zwischen 01.00 und 03.00 Uhr hoch. Bei Vollmond (den hatten wir gerade zu dieser Zeit) ist das bestimmt sehr romantisch ... Und eines kannst Du Dir sicher sein: Egal wo ich bin, ich verschaffe mir schon den notwendigen Platz. Notfalls mit dem entsprechenden Nachdruck.