30. Juli 2017

Bindeglied

Die siebente Urlaubs-Handbiketour schloß die Lücke zwischen meinen Ausflügen in der Vulkaneifel und denen in der Nordeifel bzw. dem Hohen Venn. Es war sowohl die kürzeste als auch die flachste meiner Unternehmungen im Gebiet. Was natürlich nicht viel besagt, denn auch diesmal gab es auf 101 km rund 1120 Hm.

Überraschend gut ließ sich dabei der lange Anstieg von Einruhr nach Morsbach gleich am Beginn der Tour fahren (s. Track vom 30.07., km 9,4 - 14,3). Nachdem ich die Straße gestern von Vogelsang aus im Tiefflug hinab ins Rurtal geschossen war, hatte es mir nämlich davor gegraut. Dagegen zog sich der zweite größere Anstieg ganz schön in die Länge. Dazu wehte mir ein beinahe schon stürmischer SW-Wind entgegen, der mir die Laune arg vermieste.

Erst als ich nach Hallschlag auf dem Bahntrassenradweg der Vennquerbahn fuhr, war ich durch Buschwerk und die manchmal tief im Berg eingeschnittene Trasse etwas geschützter. Die Kilometer dort sowie auf der Vennbahntrasse waren dann auch diejenigen, auf denen ich endlich mal richtig gleichmäßig fahren konnte und gut vorankam. Ich bewundere immer noch die Planer dieser Bahnstrecken, die am Ende des 19. Jahrhunderts / Anfang des 20. Jahrhunderts den Verlauf so festlegten, daß die Bahn nicht nur mit einer geringen Steigung bzw. einem geringen Gefälle durch diese ausgesprochene Mittelgebirgslandschaft kam, sondern diese Werte dann auch über lange Abschnitte nahezu konstant sind. Berücksichtigt man dabei die damals zur Verfügung stehenden Mittel und Meßmethoden, ist das eine echte Meisterleitung!

Denkmal einer blutigen Schlacht? (Aufnahmeort)
Auf den Rückweg tangierte ich den belgischen Truppenübungsplatz Camp Elsenborn. Auf der Insel im Kreisverkehr an der Grenze des Geländes steht ein alter Panzer. Vermutlich ist es ein deutscher aus dem zweiten Weltkrieg. Trotz intensiver Recherche habe ich allerdings nicht den Typ identifizieren können. Vielleicht soll er an eine der letzten großen Schlachten des zweiten Weltkriegs an der Westfront erinnern, die in diesem Landstrich Ende 1944 bis Anfang 1945 tobte. Die Ardennenoffensive war für die Amerikaner die größte und blutigste Landschlacht des Krieges.

Meine Aktionen sind hier nun beendet. Morgen werde ich mich auf dem Heimweg begeben und die letzte Urlaubswoche zuhause verbringen. Warum es statt der knapp 3 nur 2 Wochen geworden sind, darüber werde ich mich im Urlaubsabschlußbeitrag auslassen.

Alles in allem war es aber eine schöne Zeit.

Track der Handbiketour vom 30.07.2017

2 Kommentare :

Jörg hat gesagt…

Hallo Veit, hier der Link zu dem Panzer: https://de.wikipedia.org/wiki/M108_(Panzerhaubitze)
Zitat: "Die M108 ist eine Panzerhaubitze vom Kaliber 105 mm aus US-amerikanischer Produktion. Ihre Entwicklung begann zur Zeit des Kalten Krieges in den 1950er-Jahren."

Veit hat gesagt…

Danke Dir für den Tip! Es ist wirklich zweifelsfrei der M108. Da er aus der Nachkriegszeit stammt, hat er wohl dann doch nichts mit der Ardennenoffensive zu tun, sondern eher mit dem belgischen Truppenübungsplatz. - Aber irgendwie war die Verbindung für mich naheliegend ...