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| Die bekannteste (Alt-)Stadtansicht von Dresden (Aufnahmeort) |
Am Sonnabend war ich das erste Mal mit Robert und Lena auf Tour. Ihn hatte ich im vergangenen Jahr bei einer Radveranstaltung in Dresden kennengelernt, und als wir uns vor kurzem zufällig begegneten, regte er eine gemeinsame Ausfahrt an. Um diese auch für seine Freundin attraktiv zu machen, schlug ich zunächst eine landschaftlich schöne, doch moderate Strecke vor. Auch sollte der Start aus Rücksicht auf meine Begleiter nicht zu zeitig am Tag sein.
So kam es, daß ich vor dem vereinbarten Treff am Elbeparkplatz in Pirna noch eine erste Warmfahrrunde fuhr, da wie im Sommer des öfteren die Nacht für mich wieder mal früh um Drei vorbei war. Deshalb konnte ich dann trotz Bummelei auch schon 4.20 Uhr starten. Insgesamt 48 km und über 400 Hm hatte ich bereits absolviert, als 8.00 Uhr die beiden zu mir stießen.
Lena benutzte dabei ein elektrounterstütztes Zweirad, was ich in diesem Fall jedoch tolerierte. (Meine Haltung zu diesem Thema dürfte ja vielen Leute inzwischen bekannt sein.) Denn ganz ohne sportliche Ambitionen, einfach nur, um mit uns gemeinsamen eine schöne Tour zu fahren, kann ich mit solcherart Fortbewegung leben. Bemerkenswert war übrigens für mich, daß sie danach auf dem flachen Elberadweg anfangs ganz ohne Motor fuhr, was aufgrund des Gewichts des Gefährts von rund 30 kg durchaus eine sportliche Herausforderung darstellte. Weshalb sie das gemacht hat, weiß ich allerdings nicht. Sie kannte jedoch meine Meinung über Mofafahrer - vielleicht wollte sie ja auf ihre Art mal dagegenhalten ...
Der Streckenabschnitt in der Böhmischen und Hinteren Sächsischen Schweiz wurde natürlich der landschaftliche Höhepunkt unserer Ausfahrt. Leider verläuft ein länger Teil der Radroute durch die beiden Nationalparks auf teils extrem groben Schotter, was die Freude jedesmal trübt. Auf den reichlich 3 km zwischen Lagergrund (Táborový důl) bis zum Touristengrenzübergang Hinterdittersbach (Zadní Jetřichovice) ist der Untergrund richtig häßlich, doch auch die 6 km der Radroute auf deutscher Seite entlang der Kirnitzsch und an der Niederen Schleuse vorbei bis zur öffentlichen Straße läßt sich stückweise nicht sehr angenehm fahren (s. Track vom 18.07., km 95,0 - 104,4). Um einer Reifenpanne vorzubeugen, bin ich hier sehr langsam gefahren, was für dieses Teilstück zu einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h führte. Übrigens: für solcherart statistische Daten sowie auch zur Planung benutze ich immer die WebApp GPXStudio, in die ich u.a. meine aufgezeichneten Tracks hochladen und über das darunter befindliche Streckenprofil auswerten kann.
Es dauerte anschließend eine ganze Weile, bis ich den verlorenen Boden wieder gutgemacht hatte, doch nach meinem Solosprint auf der Kirnitzschtalstraße wartete ich am Ortseingang von Bad Schandau auf meine Begleiter.
Den letzten Anstieg unserer gemeinsamen Tour von Prossen zum Ortsausgang von Porschdorf (s. Track vom 18.07., km 121,9 - 124,2) kannten Robert und Lena noch nicht, doch ansonsten war ich überrascht, wie viele Strecken in der Region die beiden bereits schon gefahren waren. Eine Überraschungstour ins Unbekannte wurde es für sie entgegen meiner Annahme deshalb nicht.
Knapp vorzeitig trennten sich schließlich in Posta unserer Wege, mit ihrem Einverständnis hängte ich nun zur Kilometersammelei noch einen Abstecher bis nach Pillnitz an meine Tour. Denn wenigstens die 100 Meilen (knapp 161 km) lagen noch im Bereich des Möglichen - und das, obwohl wir auf den vorherigen 90 km mehr und längere Pausen eingelegt hatten, wie sonst bei mir üblich. Nach diesen letzten 25 km erreichte ich ungefähr 18.10 Uhr mein Zuhause, was einer Brutto-Tourenzeit von fast 14 Stunden entsprach.
Bei diesem herrlichen Sommerwetter aber absolut kein Problem!





