Auf der daran anschließenden Runde über Cunnersdorf (s. Track vom 30.11., km 18,6 - 43,6) wurde es zwar besser, denn auf diesen genau 25 km mit 210 Hm erreichte ich immerhin einen 16er Schnitt. Dafür hielt mich dann aber der nachfolgende lange Anstieg durch das Bielatal und weiter nach Raum wieder so sehr auf, daß ich bis Pirna nicht mehr meine Sollvorgaben erreichte. Abgehakt ...
Sonnabends mußte ich morgens lange warten, bis wenigstens der Nieselregen abgezogen war. Selbst danach hingen die Wolken immer noch sehr tief, nur das Elbtal war frei. Also fuhr ich zunächst auf dem Elberadweg bis kurz vor Radebeul. Dort lockerte das Grau etwas auf, sodaß ich nun in den Lößnitzgrund für die Fahrt ins nördlich von Dresden gelegene Hinterland abbog. Mit leichtem Rückenwind ging es danach ohne anstrengende Anstiege wieder gen Osten, was mir ein gutes Vorwärtskommen sicherte.
Den höchsten Punkt der Tour erreichte ich 20 km vor dem Ziel nahe Hohburkersdorf während meiner Fahrt über den ehemaligen Großdeutschlandring. Bis dahin hatte ich mich trotz des nicht gerade einladenden Wetters wacker gehalten. Da es im wesentlichen nun bis zur Elbe bergab rollte und mich dort auch keine sportlichen Herausforderungen erwarteten, konnte ich für die Bummelei des Vortages Wiedergutmachung leisten. Wegen des späten Beginns kam ich dennoch in die Dunkelheit und benötigte deshalb meine Beleuchtung. 17.20 Uhr schlief die Sonne bereits 40 Minuten.
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| Herbst im Elbtal bei Bad Schandau, am Horizont ist der Große Winterberg zu sehen (Aufnahmeort) |
Dies war der lange Anstieg von Porschendorf über den Tiefen Grund bis kurz vor Hohnstein. Hier sind auf knapp 7 km rund 230 Hm zu überwinden, eine durchaus ernstzunehmende Herausforderung also. (Von Bad Schandau bis zum höchsten Punkt auf der Straße nach Neustadt beträgt die Höhendifferenz sogar mehr als 300 m.) Nachdem ich meinem Körper unmittelbar vor der Kletterei noch ein paar Kalorien zugeführt hatte, arbeitete ich mich jedoch relativ locker hinauf. Überhaupt fahre ich diese Rampe eigentlich sehr gern, aber das hatte ich ja schon geschrieben.
Danach war - wie man so schön sagt - der Drops gelutscht und ich konnte mich voll auf's Meter machen konzentrieren. Nun zeigte sich endlich auch die Sonne, nachdem es schon den ganzen Tag über gar nicht so schlecht ausgesehen hatte. Der letzte erwähnenswerte Gegenanstieg hinter Porschdorf konnte nicht mehr verhindern, daß ich an diesem letzten Tag der Woche so schnell unterwegs war, wie lange nicht mehr.
Besser geht nicht.





