8. Dezember 2018

Noch einmal abtauchen ...

Wenn schon nichts (mehr) mit dem Handbike zu machen war, so wollte ich doch wenigstens nicht tatenlos bleiben. Nachdem ich mir gestern bereits das Meeresmuseum angeschaut hatte, nahm ich mir für meinen letzten Tag in Stralsund nun das Ozeaneum vor.

Auch hier gibt es neben der umfangreichen Ausstellung noch einen großen "Unterwasser-Zoo". Während beim Meeresmuseum der Rolliparkplatz etwas versteckt liegt, sind auf der Hafeninsel gleich neben dem Gebäude vier Rolliparkplätze. Diesmal konnte ich sämtliche Ausstellungsräume besuchen, denn alle Ebenen sind per Lift zu erreichen. Nur die Pinguinanlage auf dem Dach eines der Gebäude muß man sich als Rollifahrer aus der Fischperspektive anschauen, aber das ist ein akzeptabler Kompromiß.

Überhaupt merkt man dem Museum deutlich an, daß es in diesem Jahr erst 10 Jahre alt geworden ist. Und zwar im positiven Sinne. Sowohl, was die Ausstellungsgestaltung betrifft, die Präsentation der Objekte oder auch nur die Aufbereitung und Vermittlung von Wissen. Da lassen sich selbst die Belehrungen und Werbeblöcke von Greenpeace einigermaßen verkraften, auch wenn ich von diesen Berufsrevoluzzern nichts halte. Immerhin haben sie ja nicht ganz unrecht.

Das Tunnelaquarium mit der Meeresflora und -fauna im Gebiet
der Insel Helgoland (Aufnahmeort)
Besonders begeisterten mich die teils riesigen Aquarien. Wenn man dazu die technischen Details liest (sehr interessant!), wird einem ganz schwindelig. Ich finde, die Unterwasserpräsentation des Lebensraumes Ostsee und Nordsee ist der optische Höhepunkt des Ozeaneums. Schon allein deswegen kann ich den Besuch nur empfehlen! Daß ich wieder den ganzen Tag im Museum verbracht habe, sei nur am Rande erwähnt.

Falls ich mal wieder in den Norden komme, wird es dann hoffentlich etwas mehr Gelegenheiten für Handbiketouren geben. Zwar habe ich die zwei wichtigsten Ziele (Kap Arkona, Darß / Zingst) "abhaken" können, doch gibt es hier bestimmt noch eine ganze Menge Me{e/h}r zu entdecken.

Stralsund (mit seiner barrierefreien Jugendherberge) ist dafür ein sehr guter Ausgangpunkt.

7. Dezember 2018

'Beschissen' ist geprahlt

Da hat es mich doch gestern flachgelegt! Keine Ahnung, wie ich dazu gekommen bin, aber wegen Übelkeit bis zum Erbrechen sowie Anzeichen von Durchfall mußte ich alle Aktivitäten streichen. Passend dazu das regnerische Wetter, welches nun das Land überzieht. Bis zu meiner Abreise am 2. Advent wird es wohl nichts mehr mit Radfahren. Aber eigentlich wollte ich ja sowieso einen auf Hängematte machen ...

Nach einer selbstverordneten Diät ging es mir heute jedenfalls schon wieder viel besser, so daß ich mir wenigstens das Meeresmuseum Stralsund anschauen konnte. Leider stellte sich dabei heraus, daß ein erheblicher Teil der Ausstellung (inkl. der Tiefseeabteilung, die mich wirklich interessiert hätte) nicht stufenlos erreichbar ist. Das fand ich sehr schade, zumal das Haus doch sicher schon mal in den letzten Jahren modernisiert wurde. Als begeisterter Museumsbesucher habe ich trotzdem den ganzen (Museums-)Tag hier verbracht, denn die Fülle der Exponate läßt auch so die Zeit nicht lang werden.

Das große Meeresschildkröten-Aquarium (Aufnahmeort)
Zum Schluß ging es in ein Nebengebäude zu den Aquarien. Ein echter Blickfang war dort auf jeden Fall das große Bassin mit drei Meeresschildkröten, einem Hai und weiteren Fischen. Daneben gab es noch eine ganze Menge weitere mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Aquarien, auch wenn ich nicht immer die dabei beschriebenen Tiere im Wasser gefunden habe.

Ich denke, das Meeresmuseum war die beste Alternative für solch einen ausgemachten Schlechtwettertag. Morgen schaue ich mir dann das Ozeaneum an.

6. Dezember 2018

Meerblick

Für meinen zweiten Urlaubsausflug hatte ich mir den Darß mit seinem Ostseeheilbad Zingst ausgesucht. Die Seebrücke dort schien mir der richtige Ort zu sein, um endlich mal einen unverstellten Blick auf das offene Meer zu haben.

Natürlich bin ich dorthin nicht auf dem kürzesten Weg gefahren, sondern habe zunächst das Hinterland erkundet. Sicher werden die Einheimischen jetzt sagen, daß es bessere Strecken gibt, als beispielsweise die oft kilometerlang schnurgeraden und damit eintönigen Straßen. Vor allem der Abschnitt zwischen Richtenberg und Langenhanshagen (s. Track vom 05.12., km 23,8 - 36,5) war an Monotonie nicht mehr zu überbieten. Aber ich wollte Strecke machen, um mir dabei gleich einen großflächigen Eindruck von der Gegend zu verschaffen. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob sich die bei OpenCykleMap.org eingezeichneten Radwege nicht schon wieder als irgendwelche Holperpisten erweisen würden. Danach wurde es aber wieder besser, und selbst die letzten Kilometer vor Stralsund entlang der Bundestraße B105 ließen sich aufgrund des separaten Radwegs wesentlich entspannter bewältigen.

So eine flache Strecke, wie gestern, habe ich lange nicht mehr unter die Rädergenommen. Wer nun aber denkt, daß man ohne Berge wesentlich besser vorankommt, irrt sich. Denn der Wind spielt hier eine erhebliche Rolle. Lediglich in den wenigen bewaldeten Passagen ist man etwas geschützt, ansonsten weht bei einer Rundtour meist der Wind von der Seite oder von vorn. Das kann über längere Zeit ganz schön demoralisierend sein! Flachland bedeutet also nicht zwangsläufig ein unbeschwerteres Rollen. Auch weil es nur selten Abfahrten gibt, auf denen man sich etwas erholen kann.

Auf der Seebrücke von Zingst (Aufnahmeort)
Zingst ist ein sehr schicker Urlaubsort, wobei ich mir lieber nicht vorstellen möchte, welche Menschenmassen hier zur Hochsaison die Straßen, die Promenade und den Strand bevölkern. Das wäre garantiert nichts für mich. Gestern jedoch war es hier sehr schön. Besonders die Seebrücke hatte es mir angetan. Sonne, Meer und der Blick auf einen endlos langen Sandstrand - all das, was man sich unter einem Ostseeurlaub so vorstellt. Die Tauchglocke am Ende der Seebrücke setzte dazu einen architektonisch interessanten Akzent - ganz ohne die Sinnhaftigkeit einer solchen Anlage zu beurteilen.

Abends bin ich wieder in die Dunkelheit gekommen. Aber zur Zeit geht die Sonne hier bereits 15.44 Uhr unter - da ist das kein Wunder. Nur noch 16 Tage bis zur Wintersonnenwende.

Track der Handbiketour vom 05.12.2018

5. Dezember 2018

Kap-riolen

Mein Wunschziel habe ich schon auf meiner ersten Tour erreicht. Eigentlich wollte ich mich gestern ja erst ein bißchen einfahren, doch dann wirkte wieder einmal die berühmte Eigendynamik. Ich kam morgens so gut voran, daß ich meinen Plan spontan änderte. Es ist immer gut, verschiedene Varianten in petto zu haben - deshalb speichere ich immer mehrere Tourenideen auf dem Navi. Die Tatsache, daß lt. Wetterprognose heute der letzte schöne Tag sein soll, gab letztlich den Ausschlag.

Sonnenschein und relativ milde Temperaturen (ich benötigte keine Handschuhe!) motivierten mich zu einem zügigen Vorankommen. Freilich blies ein fast stürmischer Wind aus Südwest - ein Fakt, der mir im meist offenen Gelände arg zu schaffen machte. Dabei war der Kantenwind beinahe noch unangenehmer, als wenn er direkt von vorn kam.

Perfekt klappte die Überfahrt mit der Wussower (Auto-)Fähre (s. Track vom 04.12., km 48,5). Als Rollifahrer mit den entsprechenden Merkzeichen ist das sogar kostenlos.

Kurz hinter Wiek hatte ich endlich den Wind mal im Rücken. Bei aller Begeisterung verpaßte ich jedoch zunächst den Abzweig zum Kap Arkona. Dadurch kam ich aber auf den Radweg, der mich am Großsteingrab Riesenberg (s. Track vom 04.12., km 68,3) vorbeiführte. Der Radweg ist übrigens wie ein Kolonnenweg nur mit Betonplatten auf den Fahrspuren ausgelegt, läßt sich aber bei entsprechender Obacht gut fahren.

Kurz vor dem nördlichsten Punkt in der DDR (Aufnahmeort)
Am Kap Arkona konnte ich dann leider nur einen Blick durch die unbelaubten Bäume aufs Meer werfen. Trotzdem war das schon ein besonderer Augenblick. Vor allem, wenn man weiß, daß hier der legendäre Radmarathon Fichkona endet. Auf den Fichtelberg bin ich ebenfalls schon mit dem Handbike gewesen. Nun fehlt also "nur" noch die Strecke dazwischen ...

Der Rückweg zog sich dann ziemlich hin. Nicht nur der Wind machte mir das Leben schwer, auch eine nervige Umleitung und eine weitere Sackgasse (O-Ton: Folge nie bedenkenlos den Ausschilderungen der Radwege, denn häufig sind das Offroadpisten in erbärmlichen Zustand) sorgten dafür, daß es ziemlich spät wurde. Mit der Dunkelheit hatte ich gerechnet, doch eben nicht mit meiner Ankunft erst um 20.10 Uhr.

Etwas Positives gibt es daneben aber auch zu vermelden: Die Autofahrer sind hier wirklich sehr tolerant. Obwohl ich im Dunkeln (!) - natürlich mit Licht - aufgrund des kürzesten Weges kilometerweit die Bundesstraße B196 zwischen Bergen und Samtens befahren mußte (leider gab es auf diesem Stück keinen - wie vermutet - separaten Radweg), hat mich doch niemand böse angehupt. Im Gegenteil: Viele waren sogar extrem rücksichtsvoll und zottelten bei Gegenverkehr manchmal eine ganze Weile hinter mir her, bis sie überholten. Na ja, vielleicht hatte ich als Handbiker auch Exotenbonus ...

So, heute geht's noch mal auf die Piste. Danach kann ich den angekündigten Regen besser ertragen. Z.B. im Ozeaneum Stralsund.

Track der Handbiketour vom 04.12.2018

3. Dezember 2018

Ganz woanders

Wer hätte gedacht, daß ich in diesem Jahr dort noch Urlaub mache, wo es nun wirklich keine großen Berge gibt?! Ich habe mich selbst damit überrascht, doch manchmal sind die spontanen Ideen die besten.

Und so bin ich also heute in der Jugendherberge Stralsund angekommen, die sich im Ortsteil Devin befindet. Ursprünglich wollte ich ja eine Faulenzerwoche machen, so ganz ohne Handbike und Tourenpläne. Na ja, die Realität hat mich eingeholt: es geht eben doch nicht ohne.

Die "Gorch Fock" im Stralsunder Hafen (Aufnahmeort)
Die Fahrt von Pirna an die Ostsee war im Großen und Ganzen eine einzige Zumutung. So heftigen und langandauernden Regen habe ich lange nicht mehr erlebt, geschweige denn beim Autofahren. Doch pünktlich zu meiner Ankunft in Stralsund begrüßte mich die Sonne und lud zu einem ersten Stadtbummel ein. Da kam bei mir endlich Ferienstimmung auf.

In meinem Quartier fühlte ich mich sofort nach der Ankunft wohl. Der Herbergsvater und seine Mitarbeiter sind sehr offen und engagiert und ermöglichten selbst meine kleinen Extrawünsche, bsplw. bezüglich der Unterbringung meines Handbikes. Ich bin überzeugt, daß ich hier die optimale Ausgangsbasis für meine nächsten Touren gefunden habe. Bleibt nur noch die Frage, wie gut der Ort für Radsportler an das Umland angebunden ist. Das klärt sich aber bestimmt morgen auf meiner ersten Tour.

Die Insel Rügen wartet.

2. Dezember 2018

Im Vorteil

Bevor es morgen auf Reisen geht, bin ich gestern noch einmal mit Lád'a unterwegs gewesen. Als mein Sportfreund ankündigte, daß er nach Pirna mit dem Auto käme, um von dort aus gemeinsam zu starten, überlegte ich mir ziemlich spontan eine Strecke über Nebenstraßen und Radtrassen in Richtung Neustadt.

Allerdings wurden meine Pläne bald von der Realität eingeholt. Schon bei meiner Fahrt zum vereinbarten Treffpunkt über die neue Elbbrücke tauchten in meinem Kopf die ersten Fragezeichen auf. Am vorangegangenen Abend sowie in der Nacht hatte es nämlich geregnet, und die Nässe war auf dem gefrorenen Regen sofort zu einer dünnen Eisschicht erstarrt. Nun, am Morgen, war es teilweise immer noch sauglatt - vor allem eben auf dem Radweg über die Brücke. Glücklicherweise bin ich auf drei Rädern unterwegs, diesmal ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Nur, wenn es auf überfrorenem Untergrund abwärts oder aufwärts geht, wird es problematisch.

Mein Kamerad fährt jedoch Rennrad. Sobald wir also von der gesalzenen Straße abbogen und das Eis kam, zog es ihm sein Rad unter dem Hintern weg. An die ursprünglich geplante Strecke war deshalb überhaupt nicht mehr zu denken. Mein Begleiter schlug nun einen Abstecher nach Kreischa vor, denn es herrschte Inversionswetterlage. D. h. außerhalb vom Elbtal wurde es wärmer. Nach der dafür notwendigen Stadtdurchquerung - dort war es natürlich wärmer und alles komplett eisfrei - hielten wir uns in Richtung Erzgebirgsvorland. Während des Zwischenstops bei Freunden nahe Kreischa kam bei einem leckeren Tee mit Honig sogar die Sonne durch die Wolken.

Mittagspause am östlichsten Punkt der Tour (Aufnahmeort)
Ich reagierte darauf unverzüglich und dehnte unsere Strecke weiter nach Osten und Süden aus. Im Sonnenschwein war es trotz der niedrigen Temperaturen einfach nur herrlich. Gerade das offene Gelände vor und nach Dippoldiswalde (s. Track vom 1.12., km 45,6 - 56,0) ist in dieser Jahreszeit und ohne kräftigen Wind wunderschön zu fahren. Etwas später mußte Lád'a zwar noch einmal einige hundert Meter sein Rad vorsichtshalber wegen der immer noch überfrorenen asphaltierten Forststraße durch den Hochwald schieben, doch kurz hinter Falkenhain war schließlich der höchsten Punkt erreicht.

1,5 Stunden später kamen wir nach 40 km wieder Pirna an, und das, obwohl wir wegen der suboptimalen Straßenverhältnisse und des mäßigen Gegenwinds nicht so schnell fahren konnten, wie an wärmeren Tagen auf trockener Straße.

Nun hoffe ich, daß ich spätestens am kommenden Mittwoch von neuen Unternehmungen berichten kann. Dann von einer Gegend, wo ich noch nie mit dem Handbike war.

Endlich mal wieder Neuland!

Track der Handbiketour vom 01.12.2018

26. November 2018

Es wird spannend ...

Nach meiner langen verletzungsbedingten Zwangspause im August hatte ich das Thema Rekordjagd eigentlich schon abgehakt. Doch ein überaus produktiver Oktober brachte mich wieder auf Tuchfühlung, und nun - Ende November - sieht es noch besser aus. Sicherlich trug die andauernde Trockenheit dazu bei, doch beinahe genauso wichtig ist der eigene Wille sowie die Selbstmotivation. Gerade während der letzten Wochen herrschte nicht immer nur Wohlfühlwetter. Morgens zur Tour aufzubrechen, hieß dann auch oft, die Komfortzone zu verlassen. Trotzdem hilft manchmal auch ein bißchen Glück.

Am Sonnabend gab es beispielsweise beinahe überall auf meiner Runde etwas Regen. Doch immer dann, wenn ich dort gerade entlangfuhr, waren die Niederschläge entweder schon durch, oder die dunklen Wolken zogen erst hinter mir auf. Aus diesem Grund habe ich meine Runde auch noch ein kleines Stück weiter ostwärts ausgedehnt, um ein lokales Regengebiet zu umfahren. Der Blick in die Regenradar-App meines Smartphones erleichterte mir außerdem die Entscheidung, nicht südwärts über den Schluckenauer Zipfel zurückzukehren. Dort gab es gerade kräftigen Regen.

Der schönste Tag des Wochenendes wurde der Sonntag. Irgendwie hatte ich morgens bereits um vier ausgeschlafen. Statt sich ruhelos im Bett zu wälzen, konnte ich auch gleich aufstehen. Letztlich bin ich dann 5.25 Uhr mit dem Handbike gestartet. Weil ich aber für den Nachmittag sowieso mit Freunden verabredet war, kam mir das gar nicht so ungelegen. Statt der vorgesehenen Kurzstrecke konnte ich bis kurz nach dem Mittag ein paar Kilometer mehr abspulen. Diese Runde war die entspannteste Tour der letzten drei Tage. Zwar kletterte ich dabei bis auf fast 800 m NHN, doch boten sowohl der Anstieg durch das Müglitztal, als auch die anschließende Abfahrt auf der B170 bis nach Dippoldiswalde und später weiter durch das Lockwitztal ins Elbtal nahezu idealtypische Bedingungen. Im Streckenprofil kann man das ganz gut erkennen. Kein Wunder, daß ich hier am schnellsten war. Übrigens: trotz des am höchsten gelegenen Scheitelpunkts kamen nicht einmal 1000 Hm zusammen.

Bei Geising wälzt sich der böhmische Nebel über den
Erzgebirgskamm (Aufnahmeort)
Von der Straße ab Geising nach Altenberg konnte ich diesmal auch sehr schön das Wetterphänomen des sogenannten "Böhmischen Nebels" beobachten. Während auf deutscher Seite bei frischem Südwind die Wolkendecke immer mehr aufriß, schwappte der Nebel aus dem Nachbarland über den Erzgebirgskamm. Zur Illustration das heutige Bild im Blogbeitrag.

Heute nun war wieder mal Durchhaltewetter angesagt. Als ich morgens das Elbtal nordwärts verließ, befand ich mich schon bald in den Wolken, die von einem naßkalten Nordostwind gehen die Hänge gedrückt wurden. Das blieb so bis Hohnstein, und teilweise aktivierte ich sogar noch einmal meine Beleuchtung, um auf der Straße im Nebel gesehen zu werden. Prinzipiell hätte ich mir also den Abstecher zur Brandaussicht sparen können, doch manchmal gibt es ja auch positive Überraschungen. Z.B. wenn man sich plötzlich über dem Wolkenmeer befindet. Diesmal aber nicht.

Die folgenden Auffahrten südlich des Elbtals fahre ich immer mal wieder ganz gerne. Das sind nämlich keine brutalen Rampen, sondern längere, doch gleichmäßige Anstiege auf meist guter Schwarzdecke. Perfekt zum Abschalten. Selbst der Umstand, daß ich heute nicht so schnell unterwegs war, tat der Bilanz keinen Abbruch. Denn da stehe ich inzwischen ganz gut da. Bei den kumulierten Höhenmetern fehlen mir nur noch rund 200 bis zu einem neuen Allzeit-Bestwert!

Mal sehen, was der Dezember bringt. Am kommenden Sonnabend werde ich bei einigermaßen geeigneten Bedingungen noch eine Runde mit meinem tschechischen Sportfreund drehen, doch danach fahre ich für eine Woche in den Norden.

Ich bin reif für die Insel!

Track der Handbiketour vom 24.11.2018
Track der Handbiketour vom 25.11.2018
Track der Handbiketour vom 26.11.2018