Also bin ich gestern noch nach der Arbeit um 14.40 Uhr losgefahren. Natürlich war abzusehen, daß ich selbst bei den mindestens angesetzten 37 km in die Dunkelheit kommen würde, denn inzwischen geht die Sonne hier nun schon 16.04 Uhr unter. Immerhin war es auch gestern sehr sonnig mit nur wenigen Wölkchen. Daher blieb es noch eine ganze Weile länger so hell, daß ich nicht sofort auf das Licht meiner Stirnlampe angewiesen war. (Um von den Autofahrern gesehen zu werden, hatte ich diese und das Rücklicht aber schon eingeschaltet.)
Bis auf den Abschnitt der Umleitungsstrecke nach Bad Schandau (s. Track vom 27.11., 15,5 - 20,2) hielt sich auch der Kraftverkehr trotz Feierabendzeit in Grenzen, und selbst dort blieben diesmal alle Autofahrer erstaunlich gelassen angesichts meiner Anwesenheit als bewegliches Verkehrshindernis. Ich hoffe ja immer, daß ich mittlerweile ein gewisses Maß an Prominenz erreicht habe, welches mir etwas mehr Toleranz der Leute einbringt.
Abends wurde es spürbar kälter, doch hatte ich mir sowieso meine Fingerhandschuhe mitgenommen. Die folgenden langen flachen bzw. leicht abschüssigen Passagen ließen sich dadurch wesentlich entspannter fahren. Im Finstern ärgerte ich mich jedoch über einige mir entgegenkommende Autofahrer, die ihr Fernlicht selbst dann nicht abschalteten, nachdem sie mich gesehen hatten. Vielleicht denken die Leute ja, daß dieses Gebot gegenüber nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern, wie z.B. Fußgängern oder Radfahrern, nicht gilt. Ich finde es jedenfalls sehr rücksichtslos und mache in solchen Fällen regelmäßig dem Gegenverkehr meinen Unmut durch Handzeichen deutlich.
Eine viertel Stunde nach Sechs rollte ich zuhause wieder ein, wo ich hochzufrieden den Tag ausklingen ließ. Machmal darf's auch bei mir etwas kürzer sein ...
Keine Kommentare :
Kommentar veröffentlichen