Meinen gestrigen Termin in der Werkstatt habe ich zweigeteilt, und so konnte ich dann doch noch auf Tour gehen. Erneut entschied ich mich für eine Strecke in Elbnähe. Hier war das bißchen Schnee inzwischen weg und die Straßen weitestgehend trocken - ganz im Gegensatz zum Osterzgebirge, wo mein Sportfreund Carsten noch zwei Tage zuvor seine erste Skitour der neuen Wintersportsaison absolviert hatte.
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Am bahnhofsseitigen Anleger der Schmilkaer Fähre, im Hintergrund der Bad Schandauer Ortsteil (Aufnahmeort)
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Dem kräftigen Ostwind entging ich zunächst in bewährter Weise, indem ich die Täler von Gottleuba, Bahra, Biela und Cunndersdorfer Bach nutzte. Zwischen diesen sowie im Elbtal blieben deshalb nur wenige ungemütliche Kilometer. Die Schmilkaer Fähre bot sich wieder für den Transfer über die Elbe an. Diesen Übergang als Alternative zur gesperrten Bad Schandauer Brücke (die sich reichlich 7 km flußabwärts befindet) werde ich wohl in nächster Zeit häufiger nutzen, denn er ist gegenwärtig die für mich einzige Möglichkeit im Gebiet für eine Tour auf beiden Seiten der Elbe. Sonst bleibt nämlich nur noch die Brücke in Tetschen (Děčín), welche jedoch vom Übergang in Bad Schandau rund 22 Flußkilometer entfernt ist.
Mit kräftigem Rückenwind rollte es danach zügig zurück in Richtung Heimat, wobei ich statt der nun stark befahrenen rechtselbischen Umleitungsstrecke von Rathmannsdorf über Porschdorf nach Waltersdorf lieber den steilen Anstieg auf dem einspurigen Anliegersträßchen ab Prossen inkl. ca. 300 m grobem Sandstein(holper)pflaster wählte (s. Track vom 25.11., km 54,0 - 54,3). Als ich in Pirna auf dem Elberadweg schon kurz vor 14.30 Uhr ankam, stand für mich fest, daß ich noch über Pillnitz fahren würde.
Mit ein paar Umwegen sammelte ich schließlich bis zur Autofähre nach Kleinzschachwitz zusätzliche zwanzig Kilometer, womit der nächste 100er gesichert war. Kurz darauf ging die Sonne unter, aber auch der (Gegen-)Wind schlief ein. Um Fünf war ich zuhause. An diesem Tag habe ich übrigens, soweit ich mich erinnere, erstmalig ausschließlich Fähren zur Überquerung der Elbe benutzt.
Gut zu wissen, daß dies mit vertretbaren Aufwand und ohne zusätzliche Hilfe durch Begleiter also auch funktioniert.
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