1. März 2026

Frühe Wärme

Vor sieben Tagen war ich mit Christiane noch Skifahren, und gestern war es schon so warm, daß mein Kurzarmtrikot völlig ausreichte. Am letzten Tag des Monats Februar stieg die Temperatur bis auf (gefühlt) über 20°C.

Bereits freitags nahm der Frühling Fahrt auf. Auf meiner Nachmittagsrunde blies zwar eine frische Brise aus Südost, doch wurde das nicht so unangenehm, wie befürchtet. Deshalb verlängerte ich stückchenweise meine Tour, obwohl mir die Zeit im Nacken saß. Aber da ich sowieso meine Beleuchtung mitgenommen hatte, reichte es mir, bis zum Sonnenuntergang (um ca. 17.40 Uhr) am linkselbischen Elbradweg in Bad Schandau anzukommen.

Auf dem Elberadweg grüßt in der Dämmerung
der Lilienstein (Aufnahmeort)
Das schaffte ich nicht ganz, hatte bis dahin aber immer noch ausreichend Tageslicht. Erst ab Königstein mußte mir meine Stirnlampe den Weg leuchten. In der Dunkelheit fuhr ich zudem etwas defensiver, weil der begrenzte Lichtkegel die Sicht einschränkte. Unangenehme Überraschungen, wie z.B. Glasscherben oder abgebrochene Äste, wollte ich jedenfalls nicht erleben. Lieber etwas langsamer, als eine Reifenpanne zu dieser Tageszeit. 19.30 Uhr endete mein erster Feierabend-Hunderter der Saison.

Am Sonnabend wartete ich morgens, bis die Sonne genügend Kraft entwickelt hatte, um die Luft zu erwärmen. Erst in der zehnten Stunde fuhr ich los.

Diesmal verordnete ich mir ein Schonprogramm, denn am Tag zuvor gab es einen Vorfall, der mich dazu bewog. Aus heiterem Himmel, ganz ohne äußeren Anlaß bzw. überdurchschnittliche Belastung, stieg da nämlich urplötzlich meine Herzfrequenz von ca. 118 auf 202 Schläge pro Minute. Das äußerte sich bei mir mit Schwindelgefühl und einem schlagartigem Leistungseinbruch, ähnlich einem Außer-Atem-Sein nach einem Sprint. (Erst zuhause stellte ich diese Anomalie bei der Auswertung meiner Herzfrequenzwerte fest.)

Auch gestern lief es immer noch nicht (wieder) rund. Erneut gab es erste Anzeichen von Überreaktion auf Belastung, die sich am Ende dann immer öfter bemerkbar machten. Allerdings regelte ich sofort herunter, sobald ich bei Anstrengung diese Symptome beobachtete. Ich habe jedenfalls keine Lust, daß es mir wie meinem Vater geht, der mit 59 Jahren während der Begehung eines Klettersteigs nach einem Herzinfarkt tot zusammenbrach. Ich bin jetzt 57 ...

Ansonsten freute ich mich des herrlich sonnig-schönen Wetters. Trotz der eben erwähnten Einschränkungen kam ich gut voran, kein Wunder bei meiner nun leichten Garderobe sowie der noch am Morgen frisch gereinigten und geölten Kette.

Für ein paar zusätzliche Höhenmeter kletterte ich nach 80 km nördlich der Elbe noch einmal hinauf ins Schönfelder Hochland. Diese rund 260 Hm auf 27 km kosteten mich allerdings mehr Zeit, als dafür veranschlagt. Erneut konnte ich meine gute Form nicht über dieses letzte Viertel meiner Tour aufrechterhalten.

Daran muß ich arbeiten.