3. Mai 2026

Von groß zu klein

Nach der Heimreise am Maifeiertag bin ich gleich gestern das erste Mal wieder in heimischen Gefilden mit dem Handbike auf Achse gewesen.

Die Verschiebung der Dimensionen - dort lange Anstiege mit vielen Höhenmetern, dafür jedoch kurze Strecken - hier viele kleinere Anstiege, welche jedoch längere Touren ermöglichen - bewirkte natürlich auch eine Verbesserung der Statistik. Außerdem kenne ich zuhause das Straßennetz aus dem Effeff und kann mir daher die Route respektive Anstiege entsprechend meiner tagaktuellen Leistungsfähigkeit zusammenstellen.

Wie auf meiner letzten Tour vor dem Urlaub fuhr ich zunächst ins Osterzgebirge. Ich wollte testen, inwieweit mein Aufenthalt der vergangenen Tage in größeren Höhen Auswirkungen auf meine körperliche Belastbarkeit hatte. Tatsächlich gab es eindeutige Anzeichen dafür, von "Außer-Atem-Kommen" keine Spur! Allerdings wirkte noch die muskuläre Ermüdung der Oberarme nach, die diesen Effekt minderte. Zur vollständigen Regeneration benötige ich unbedingt eine mehrtägige Ruhepause!

Frühling im Osterzgebirge, hier der Blick vom
Radrundweg Liebenau über das Müglitztal nach
Lauenstein (Aufnahmeort)
Während sich im Elbtal die Wochenendradler in Scharen tummelten und mir auch im südlichen Elbsandsteingebirge etliche ambitionierter Rennradler begegneten, genoß ich die Einsamkeit auf dem Radrundweg um Liebenau, dessen höchster Punkt mit 645 m NHN auch der Scheitelpunkt meiner Sonnabendrunde war. Auf dieser wunderschönen, asphaltierten Trasse weit abseits öffentlicher Straßen (s. Track vom 02.05., km 36,3 - 43,0) treffe ich auch sonst nur selten andere Radsportler, und selbst Mofafahrer schaffen es oftmals nicht bis hierher. Diesen Radrundweg bin ich übrigens schon komplett abgefahren, nämlich während meiner Ausfahrt vom 26.05.2023. Im Track dieser Tour umfaßt dieser dabei den Teilabschnitt von Kilometer 28,3 bis 40,3, also insgesamt 12 km.

Weil ich immer noch ganz gut vorankam, erweiterte ich schließlich mein Programm nach der ersten langen Abfahrt noch um den nächsten Anstieg bis Raum und danach zudem um die knapp 130 Hm bergauf bis zur Hochfläche nach Cunnersdorf. Spätestens auf dem Elberadweg war es dann aber vorbei mit der Einsamkeit, doch benötigte ich für dieses letzte Stück nur noch etwas mehr als eine Stunde.

Dafür verzichte ich heute trotz Sonntagswetters lieber auf Sport.