5. Januar 2026

Guter Rutsch

Das Jahr beginnt mit Wintersport. Nach einer ersten Nachmittagsrunde im Skitandem am 1. Januar, war ich mit Freunden auch an beiden Tagen des vergangenen Wochenendes auf Brettern unterwegs.

Sonnabends zunächst nur mit Christiane, weswegen wir auch hinsichtlich der Strecke spontan ein bißchen experimentieren konnten. Nachdem wir zu Neujahr beide noch nicht so richtig in Schwung waren - vielleicht lag das auch am "langsamen" Schnee - rutschte es diesmal von Beginn an viel besser.

Und weil der Schnee auf den  unpräparierten Pisten abseits der ziemlich überlaufenen KLM (Krušnohorská lyžařská magistrála - Erzgebirgsskimagistrale) noch nicht so hoch und damit für mich unbefahrbar war, zeigte mir Christiane dabei auch eine kurze Nebenstrecke nahe der Wittichbaude (Vitiška, s. Track vom 03.01., km 10,5 - 11,1), welche ich noch nicht kannte. Wir vermuten, daß hier kurze steile Auffahrten trainiert werden (können).

Anschließend bogen wir sogar noch einmal von der KLM ab, um schließlich auf dem Bornhauberg (Pramenáč) den höchsten Punkt unserer Tour zu erreichen. Hier sah es gerade im oberen, offenen und damit windanfälligen Teil der Piste mit Schnee etwas mau aus, doch mit entsprechender Obacht konnte Christiane um die Steine herummanövrieren, während es bei mir mit den alten Skiern nicht ganz so darauf ankam. Die insgesamt gefahrene Strecke bei unserem Abstecher zum Bornhauberg (s. Track vom 03.01., km 12,4 - 18,9) wird übrigens nie bzw. nur manchmal auf kurzen Zwischenstücken maschinell präpariert, weshalb ich diese Trassen auch nicht sehr oft befahren kann.

Weil Christiane nachmittags nicht zu spät zurück sein wollte, gönnten wir uns zum Schluß nur den schnellen Abstecher auf dem Kahleberg, wo bei diesem Wetter Hochbetrieb herrschte. Da stand bereits fest, daß wir anderntags nochmal zum Skifahren hierher kommen würden.

Am Sonntag fanden wir uns zu einer größeren Truppe zusammen. Leistungsmäßig und vor allem hinsichtlich der wintersportlichen Ambitionen sehr heterogen, bildeten sich über den Tag immer mal wieder kleinere Grüppchen. Die schnellen Fahrer hängten zwischendurch weitere Extrazacken an die Runde, Christianes Tochter und ihr Freund nutzten die Gelegenheit zum Techniktraining, und Christiane bewegte sich mit mir zwischen diesen Welten.

Am Bahnhof Moldau (Moldava, Aufnahmeort)
Nachdem es anfangs noch kräftig geschneit hatte - seit dem Nachmittag des Vortags kamen dabei immerhin 5 - 10 cm Neuschnee hinzu - wurde es später immer schöner. Diese Bedingungen animierten geradezu, die erste "richtige" Rundstrecke der noch jungen Wintersportsaison zu fahren, denn nun gab es auch in den tieferen Lagen um Rehefeld-Zaunhaus ausreichend Schnee. Als wir das am Bahnhof Moldau von einem einheimischen Bergwachtkameraden Christianes erfuhren, entschieden wir uns jedenfalls, den Versuch zu wagen. Auch hier wurde der Abschnitt zwischen dem Bahnhof Moldau (Moldava) und Zaunhaus (s. Track vom 04.01., km 13,8 - 17,0) für mich eine Skisafari auf unpräparierten Pisten, doch hielt ich mich wacker, wenn auch manchmal etwas wackelig, in der Senkrechten. Der lange und teils steile Anstieg danach zurück zun Hauptloipennetz wurde unser ideales Krafttraining.

Abgesehen von den zeitintensiveren Streckenabschnitten jenseits gespurter Loipen kamen wir an beiden Tagen immer zügiger voran, sodaß - entsprechend gute Wintersportbedingungen vorausgesetzt - sicher bald längere Ausflüge folgen werden. Gestern statteten Christiane und ich zum Schluß aber noch dem "Achttausender" Wüste Höhe einen Kurzbesuch ab, während die Tochter mit ihrem Freund eine zusätzliche Trainingseinheit im Skating absolvierte.

Ich denke, an diesem Tag ist jeder auf seine Kosten gekommen!

Übrigens: Gerade am Sonntag haben wir jede Menge Bekannte und Freunde auf der Piste getroffen und dabei so manches Mal miteinander geschwatzt. Wenn die Gebiete, in denen der Wintersport möglich ist, zu Beginn der Saison noch überschaubar und begrenzt sind, passiert das beinahe zwangsläufig viel öfter. Ich freue mich über jede dieser Begegnungen - auch das ist Heimat für mich!

2. Januar 2026

Über den Jahreswechsel

Sportlich aktiv, wie das alte Jahr endete, begann das neue.

In der Nacht vor Silvester und auch noch am Tage hatte es nämlich bis ins Elbtal hinab kräftig geschneit und selbst Pirna mit einer weißen Decke zugedeckt. Und obwohl wir vor dem gemeinsamen Silvesterabend noch eine kleine Wanderung unternehmen wollten, war ich daher skeptisch, ob das mit meinen Einschränkungen bei diesem Schnee im Rollstuhl überhaupt möglich sei. Immerhin befand sich schon mein Geländerollstuhl im Auto, den mir Christiane am Vorabend dort verstaut hatte.

Und so wanderten wir nachmittags dann tatsächlich von Lungkwitz aus in Richtung Wilisch: Christiane mit Mann und Tochter, unsere Freunde Pia und Norbert sowie ich. Allerdings war der breite Forstweg nicht nur ziemlich verschneit, sondern auch bei weitem nicht so komfortabel zu befahren, wie erhofft. Zudem ging es ziemlich steil und ausdauernd bergauf, sodaß sich meine Begleiter schiebenderweise mit mir bzw. an meinem Gefährt ganz schön quälen mußten. Denn weil die Greifreifen des Rollis sehr schnell vom Schnee und der Nässe glitschig wurden, konnte ich meinen Freunden dabei leider nur mit verminderter Wirkung etwas von dieser Schwerstarbeit abnehmen.

Nahe der Wilischbaude mit Blick in Richtung
Westen über Hermsdorf (Aufnahmeort)
Mit vereinten Kräften haben wir es schließlich bis zur ehemaligen Wilischbaude geschafft. Dort traf uns zwar der Sturm mit voller Stärke, aber das Wetter war sowieso nicht gerade einladend für eine lange Rast. Während Pia und Norbert noch den kurzen Abstecher zum Gipfel unternahmen (der im Rolli selbst bei optimalen Bedingungen für mich nicht zu erreichen ist), kehrte ich mit dem Rest der Truppe schon wieder auf dem Anmarschweg zurück. Bergab ging es nun wesentlich entspannter. Zurück an den Autos, war die Dunkelheit bereits über uns gekommen.

Das extrem leckere und üppige Silvestermahl - von Pia, Christiane, Andreas sowie Kathi zusammengestellt und zubereitet - wurde der letzte (kulinarische) Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres. Es war wieder ein sehr schöner Abend mit meinen Freunden!

Noch zu Silvester hatte Christiane eine erste Skitour für den Neujahrstag vorgeschlagen. Während Pia und Norbert zur Feier bereits ihre Wintersportausrüstung im Auto mitbrachten, mußte ich am Neujahrstag zunächst von zuhause mit all meinem Krempel abgeholt werden. Bis alle Beteiligten bereit waren, dauerte es also. Erst nachmittags kurz vor halb Vier starteten Pia, Norbert, Christiane und ich von unserem "Standard"-Ausgangspunkt unterhalb des Kahlebergs im Osterzgebirge.

Der Abstecher zu Beginn auf den höchsten Berg des deutschen Osterzgebirges mußte natürlich sein! Bei dichter Bewölkung erreichten wir den Gipfel zwar erst zum Sonnenuntergang, aber natürlich hatten wir Stirnlampen dabei! Wenn die (Wintersport-)Verrückten unterwegs sind, kann es spät werden ...

Zum Schluß wurde es im Schein der Stirnlampen eine romantische Nachttour, denn die perfekten Untergrundbedingungen luden geradezu ein, sich ordentlich im Winterwald auszutoben. Der Schnee war griffig, doch nicht zu schnell, die Auflage dabei ausreichend. Mit anfangs Christiane, nach dem ersten langen Anstieg dann Norbert als Skitandempartner, machte es einfach nur Laune, auf Brettern durch's Weiß zu pflügen. Nicht ein einziges Mal mußte ich an diesem Nachmittag in den Schnee, trotz neunmonatiger Abstinenz!

Danach folgte ein weiterer gemeinsamer Abend zuhause bei Christiane und Andreas mit Schwatzen, Restevertilgen und Planungen für die nächste Tourensaison.

Ich kann mir keinen schöneren Start ins Neue Jahr vorstellen!