Sonnabends zunächst nur mit Christiane, weswegen wir auch hinsichtlich der Strecke spontan ein bißchen experimentieren konnten. Nachdem wir zu Neujahr beide noch nicht so richtig in Schwung waren - vielleicht lag das auch am "langsamen" Schnee - rutschte es diesmal von Beginn an viel besser.
Und weil der Schnee auf den unpräparierten Pisten abseits der ziemlich überlaufenen KLM (Krušnohorská lyžařská magistrála - Erzgebirgsskimagistrale) noch nicht so hoch und damit für mich unbefahrbar war, zeigte mir Christiane dabei auch eine kurze Nebenstrecke nahe der Wittichbaude (Vitiška, s. Track vom 03.01., km 10,5 - 11,1), welche ich noch nicht kannte. Wir vermuten, daß hier kurze steile Auffahrten trainiert werden (können).
Anschließend bogen wir sogar noch einmal von der KLM ab, um schließlich auf dem Bornhauberg (Pramenáč) den höchsten Punkt unserer Tour zu erreichen. Hier sah es gerade im oberen, offenen und damit windanfälligen Teil der Piste mit Schnee etwas mau aus, doch mit entsprechender Obacht konnte Christiane um die Steine herummanövrieren, während es bei mir mit den alten Skiern nicht ganz so darauf ankam. Die insgesamt gefahrene Strecke bei unserem Abstecher zum Bornhauberg (s. Track vom 03.01., km 12,4 - 18,9) wird übrigens nie bzw. nur manchmal auf kurzen Zwischenstücken maschinell präpariert, weshalb ich diese Trassen auch nicht sehr oft befahren kann.
Weil Christiane nachmittags nicht zu spät zurück sein wollte, gönnten wir uns zum Schluß nur den schnellen Abstecher auf dem Kahleberg, wo bei diesem Wetter Hochbetrieb herrschte. Da stand bereits fest, daß wir anderntags nochmal zum Skifahren hierher kommen würden.
Am Sonntag fanden wir uns zu einer größeren Truppe zusammen. Leistungsmäßig und vor allem hinsichtlich der wintersportlichen Ambitionen sehr heterogen, bildeten sich über den Tag immer mal wieder kleinere Grüppchen. Die schnellen Fahrer hängten zwischendurch weitere Extrazacken an die Runde, Christianes Tochter und ihr Freund nutzten die Gelegenheit zum Techniktraining, und Christiane bewegte sich mit mir zwischen diesen Welten.
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| Am Bahnhof Moldau (Moldava, Aufnahmeort) |
Abgesehen von den zeitintensiveren Streckenabschnitten jenseits gespurter Loipen kamen wir an beiden Tagen immer zügiger voran, sodaß - entsprechend gute Wintersportbedingungen vorausgesetzt - sicher bald längere Ausflüge folgen werden. Gestern statteten Christiane und ich zum Schluß aber noch dem "Achttausender" Wüste Höhe einen Kurzbesuch ab, während die Tochter mit ihrem Freund eine zusätzliche Trainingseinheit im Skating absolvierte.
Ich denke, an diesem Tag ist jeder auf seine Kosten gekommen!
Übrigens: Gerade am Sonntag haben wir jede Menge Bekannte und Freunde auf der Piste getroffen und dabei so manches Mal miteinander geschwatzt. Wenn die Gebiete, in denen der Wintersport möglich ist, zu Beginn der Saison noch überschaubar und begrenzt sind, passiert das beinahe zwangsläufig viel öfter. Ich freue mich über jede dieser Begegnungen - auch das ist Heimat für mich!

