In der Nacht vor Silvester und auch noch am Tage hatte es nämlich bis ins Elbtal hinab kräftig geschneit und selbst Pirna mit einer weißen Decke zugedeckt. Und obwohl wir vor dem gemeinsamen Silvesterabend noch eine kleine Wanderung unternehmen wollten, war ich daher skeptisch, ob das mit meinen Einschränkungen bei diesem Schnee im Rollstuhl überhaupt möglich sei. Immerhin befand sich schon mein Geländerollstuhl im Auto, den mir Christiane am Vorabend dort verstaut hatte.
Und so wanderten wir nachmittags dann tatsächlich von Lungkwitz aus in Richtung Wilisch: Christiane mit Mann und Tochter, unsere Freunde Pia und Norbert sowie ich. Allerdings war der breite Forstweg nicht nur ziemlich verschneit, sondern auch bei weitem nicht so komfortabel zu befahren, wie erhofft. Zudem ging es ziemlich steil und ausdauernd bergauf, sodaß sich meine Begleiter schiebenderweise mit mir bzw. an meinem Gefährt ganz schön quälen mußten. Denn weil die Greifreifen des Rollis sehr schnell vom Schnee und der Nässe glitschig wurden, konnte ich meinen Freunden dabei leider nur mit verminderter Wirkung etwas von dieser Schwerstarbeit abnehmen.
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| Nahe der Wilischbaude mit Blick in Richtung Westen über Hermsdorf (Aufnahmeort) |
Das extrem leckere und üppige Silvestermahl - von Pia, Christiane, Andreas sowie Kathi zusammengestellt und zubereitet - wurde der letzte (kulinarische) Höhepunkt des zu Ende gehenden Jahres. Es war wieder ein sehr schöner Abend mit meinen Freunden!
Noch zu Silvester hatte Christiane eine erste Skitour für den Neujahrstag vorgeschlagen. Während Pia und Norbert zur Feier bereits ihre Wintersportausrüstung im Auto mitbrachten, mußte ich am Neujahrstag zunächst von zuhause mit all meinem Krempel abgeholt werden. Bis alle Beteiligten bereit waren, dauerte es also. Erst nachmittags kurz vor halb Vier starteten Pia, Norbert, Christiane und ich von unserem "Standard"-Ausgangspunkt unterhalb des Kahlebergs im Osterzgebirge.
Der Abstecher zu Beginn auf den höchsten Berg des deutschen Osterzgebirges mußte natürlich sein! Bei dichter Bewölkung erreichten wir den Gipfel zwar erst zum Sonnenuntergang, aber natürlich hatten wir Stirnlampen dabei! Wenn die (Wintersport-)Verrückten unterwegs sind, kann es spät werden ...
Zum Schluß wurde es im Schein der Stirnlampen eine romantische Nachttour, denn die perfekten Untergrundbedingungen luden geradezu ein, sich ordentlich im Winterwald auszutoben. Der Schnee war griffig, doch nicht zu schnell, die Auflage dabei ausreichend. Mit anfangs Christiane, nach dem ersten langen Anstieg dann Norbert als Skitandempartner, machte es einfach nur Laune, auf Brettern durch's Weiß zu pflügen. Nicht ein einziges Mal mußte ich an diesem Nachmittag in den Schnee, trotz neunmonatiger Abstinenz!
Danach folgte ein weiterer gemeinsamer Abend zuhause bei Christiane und Andreas mit Schwatzen, Restevertilgen und Planungen für die nächste Tourensaison.
Ich kann mir keinen schöneren Start ins Neue Jahr vorstellen!

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