Also entschied ich mich gestern für die Saisoneröffnung auf drei Rädern. Mit unterdurchschnittlich vielen Höhenmetern wollte ich es auf gern gefahrenen Strecken ganz entspannt angehen, und bis Stadt Wehlen funktionierte das alles ganz gut. Wahrscheinlich hätte ich von dort aus besser auf dem Elberadweg nachhause fahren sollen, doch trieb mich der Ehrgeiz zu weiteren Anstiegen, um den ersten Hunderter des Jahres abzuhaken.
Fast genau drei Wochen nach meiner letzten Handbiketour war das allerdings ein bißchen überambitioniert, so scheint es mir. Immerhin bin ich nun 57, d.h. rund 17 Jahre älter als bei meinem ersten Blogeintrag. Trotz aktiver Lebensweise hinterläßt die Zeit aber natürlich auch bei mir ihre Spuren, den Leistungszenit habe ich jedenfalls schon längst überschritten.
Erst meldeten sich meine Schultern, dann kamen allmählich noch allgemeine Erschöpfungssymptome hinzu. Eine schnelle Freßpause auf dem Bahntrassenradweg am Ende der Steigung hinter Porschendorf baute mich zwar ein bißchen auf, weswegen ich den fehlenden Kaloriennachschub als Hauptursache vermutete. Doch obwohl nun alle nennenswerten Anstiege hinter mir lagen und ich bei der Rückkehr ins Elbtal etliche Meter gutmachen konnte, blieb es bis zum Schluß mühsamer als sonst üblich.
Ich werde deshalb wohl oder übel meine bisherige Fahrpraxis anpassen müssen und zunächst die eigene Belastungszeit durch kürzere Strecken verringern. Das ist für mich alten Mann vermutlich inzwischen die wirksamste Methode zum Training der Kraftausdauer.
Einsicht ist der erste Schritt zur Verbesserung.
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