Aber eigentlich benötigen meine Schultern dringend Entlastung, und auch mein Bauch hat sich am Vorabend sehr unschön zu Wort gemeldet, sodaß ich dabei an das Debakel vom vergangenen Sommer erinnert wurde, welches schließlich nach nur zwei Touren den Abbruch meines Alpenurlaubs nach sich zog.
Auf meiner Sonnabend-Tour lief es hingegen sehr gut. Obwohl es morgens so kalt war, daß ich noch einmal mit Handschuhen und langer Unterwäsche startete, setzte sich doch bereits nach einer halben Stunde immer stärker die Sonne durch. Dazu kam ein moderates Streckenprofil und leichter Rückenwind. Meißen erreichte ich daher bereits kurz nach dem Mittag.
Die bald darauf folgende Auffahrt aus dem Triebischtal war dann der entgültige Anstoß, um sich der letzten inzwischen überflüssigen langärmligen Oberbekleidung zu entledigen. Bis zur Ankunft in Pirna fuhr ich danach im Kurzarmtrikot, denn selbst auf windanfälligen offenen Flächen konnte ich den Wärmeverlust durch körperliche Anstrengung kompensieren. Zusätzlich erweiterte ich meine geplante Strecke. Der Umweg ab Sora über Hilbersdorf und Herzogswalde lohnte sich vor allem, weil der Radweg über den Galgenberg inzwischen perfekt ausgebaut wurde (s. Track vom 11.04., km 90,8 - 92,4).
Gegen Ende der Tour verließ mich ein bißchen der Elan, auch der nun mäßige Gegenwind trug dazu bei. Jedenfalls war ich froh, als ich kurz vor Sechs zuhause im Hof einrollte. Eine Langstrecke - wofür es nun allmählich wieder Zeit wird - muß ich mir wahrscheinlich kräftemäßig etwas anders einteilen.
Vor zwanzig Jahren brauchte ich mir darüber noch keine Gedanken machen ...
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