15. Mai 2026

Moderne Zeiten

Wegen des wechselhaften Wetters hatte ich mir für den Feiertag zu Himmelfahrt nur eine kurze Tour vorgenommen. Unschlüssig, wohin es gehen sollte, kreuzte ich zunächst im Osterzgebirgsvorland. Da der Wind immer mehr aus SW auffrischte, entschied ich mich dabei für die altbewährte Taktik: in den Tälern geschützt südwärts, mit Rückenwind dann aber auf den Höhen bzw. im freien Gelände zurück.

Das Fledermausquartier mit "Kristallkuppel" im
Bahretal (Aufnahmeort)
Gleich zu Beginn gab es eine Überraschung. In einem meiner Lieblingstäler "ziert" jetzt den historischen Kalkofen eine Glaskuppel. Die Bausubstanz dieses Gebäudes wurde vor einigen Jahren gesichert und als Fledermausquartier bereitgestellt, sodaß ein Betreten des Inneren durch Besucher danach nicht mehr möglich war. Nun frage ich mich, was der Zweck dieser neuen Konstruktion ist und wie diese genutzt werden soll. Ist es nur ein Präsentations- /  Werbeobjekt für die Pirnaer Firma, die sich offenbar auf die Errichtung solcher Bauten spezialisiert hat? Denn direkt zugänglich dürfte dieser Aufbau aus Naturschutzgründen nicht sein - oder etwa doch? Mir erscheint das alles etwas mysteriös, denn offensichtlich muß es ja dafür vorher eine  behördliche Genehmigung gegeben haben.

Nach meiner Höhenmetersammelei im Süden mit einigen schönen Ausblicken in die Sächsische Schweiz und bis nach Dresden fuhr ich schließlich über das Lockwitztal in die Landeshauptstadt. Dort kamen mir erstaunlicherweise viele Radsportler, auch in Gruppen, entgegen. Das waren ein paar zuviel, um reiner Zufall zu sein. Nach meiner Rückkehr recherchierte ich deshalb mittels Flyby-Funktion von Strava. Es stellte sich heraus, daß es Teilnehmer der "Internationalen Touristischen Friedensfahrt" waren, welche über dieses verlängerte Wochenende gerade stattfindet. Eine schöne Idee!

Die letzten Tourenkilometer des Tages absolvierte ich schließlich auf der anderen Elbseite. Der Anstieg über die Grundstraße war diesmal mit Windunterstützung noch entspannter zu fahren, und danach kam nichts mehr, was mir den Schweiß auf die Stirn hätte treiben können. Kurz vor dem Ende näherten sich mir endlich auch mal dunkle Wolken mit einem kräftigen Regenschauer, doch schaffte ich es rechtzeitig nachhause.

Der Nachmittag brachte noch einiges an Naß, was mich allerdings nicht mehr kümmerte. Denn ich hatte bereits mein Programm im Trockenen absolviert.

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