Nicht nur wegen einer offenen Verletzung der Haut im Sitzbereich nahm ich mir also für's Wochenende nicht zuviel vor. Nachdem ich bereits am Freitag meine Nachmittagsrunde gestrichen hatte (bloß gut!), sah es anderntags auch nicht viel besser aus. Trotzdem wagte ich den Aufbruch, als die ersten Schauer durchgezogen waren. Wenigstens wollte ich meine Sportfreundin Christiane in der Bergwachthütte in Rathen besuchen, wo sie gerade mit anderen Ehrenamtlichen die Unfallbereitschaft für das Wochenende absicherte.
Von der Woche körperlich noch ausgeruht, rollte es gut voran, und vor dem Mittag hielt sich auch der Gegenwind noch in Grenzen. In Eschdorf mußte ich dann aber das erste Mal eine 45-minütige Pause im Unterstand einer Bushaltestelle einlegen, bis zur Abfahrt ins Elbtal kamen dann noch zwei weitere erzwungene Zwischenstops hinzu. Dafür blieb ich jedoch den ganzen Tag lang trocken. Nach der Kaffeetrinkerpause bei meinen Freunden in Rathen trudelte ich schließlich abends einigermaßen entspannt wieder zuhause ein.
Auch für den Sonntag plante ich nur mit einer kurzen Strecke - für mich ist dies das Minimalprogramm mit knapp über 100 km. Diesmal war das Wetter zwar stabiler, allerdings blies der Westwind kräftiger als am Vortag. In meinem Navi befand sich noch eine Strecke, die ich mir mal als Feierabendtour zusammengestellt hatte. Die sollte es nun sein.
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| Oberhalb von Hartmannsbach, am Horizont ist in Bildmitte die Burgruine von Frauenstein zu erahnen (Aufnahmeort) |
In Hirschbach stand ich schließlich vor der Entscheidung, entweder nur noch bergab bzw. eben nachhause zu rollen - zum Schluß auf der Strecke der Anfahrt - oder aber auf der konfigurierten Strecke weitere Anstiege zu absolvieren. Im ersten Fall hätte ich wahrscheinlich meine Geschwindigkeitsvorgabe tatsächlich noch erreicht, doch sammelte ich an diesem Tag lieber Höhenmeter. So gesehen, war am Ende der Durchschnitt von 14,2 km/h bei 1450 Hm auf 104 km absolut akzeptabel.
Auch gestern zog es mich bei dicker Wolkendecke, kräftigen Wind und ca. 12°C überhaupt nicht nach draußen. Ich redete mir aber gut zu, indem ich lediglich zu einer konditionell anspruchslosen Trainingstour startete. Die flachen, aufgrund des Gegenwinds nervtötenden Kilometer auf dem Elberadweg bis Meißen hatte ich bis 11.00 Uhr abgehakt.
Danach wurde es zwar hügelig, doch mit dem Wind im Rücken nahm ich ordentlich Fahrt auf. Deshalb verlegte ich die Rückfahrt nach Pirna auch etwas weiter nördlich in offenes Gelände. Daß dabei einige Straßen relativ stark vom Kraftverkehr frequentiert waren, nahm ich in Kauf, zumal es unmittelbar daneben auch immer wieder gut ausgebaute Radwege gab. Erst in Eschdorf wählte ich den ruhigeren Umweg über Dürrröhrs- und Porschendorf nach Pirna (s. Track vom 15.06., km 99,8 - 110,0). Am Ende der dritten Tour in Folge ging es mir konditionell (nach dem zwischenzeitlichen, jedoch durchaus üblichen Hänger kurz vor dem letzten Viertel) immer noch recht passabel. Statt weiterer Abstecher freute ich mich dennoch auf das Trainingsende zur Kaffeetrinkerzeit.
In nächster Zukunft möchte ich mir nämlich gern mal wieder längere Touren zumuten.

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