9. Juni 2026

Neu entdeckt

Schon seit längerer Zeit wollte ich für einen neuen Wandervorschlag im Routenportal des Tourismusverbands Sächsische Schweiz das Walderlebniszentrum Leupoldishain erkunden. Ich kannte das Areal noch vor der umfassenden Erneuerung, doch seitdem hat sich dort viel getan. Außerdem bot es sich bei dieser Gelegenheit an, gleich noch den Zugang zur Waldbühne auf Rollitauglichkeit zu testen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals schon einmal dort gewesen zu sein.

Am Montag klappte es nun endlich. Mit Ute hatte ich mich dafür bei schönstem Wetter verabredet, Peggy war diesmal aber leider verhindert. Zuerst besuchten wir natürlich die Einrichtung des Sachsenforst. Auf überraschend kleiner Fläche ist dort ein wirklich sehenswertes und erlebnisreiches Ausflugsziel für die ganze Familie entstanden - ganz im Gegensatz zur Weitläufigkeit der Waldhusche in Hinterhermsdorf.

Die Vielfalt der Möglichkeiten zum aktiven Erleben, die sich vor allem durch die abwechslungsreiche Topologie (Wald, Dickicht, Wiese, Feuchtbiotop, Felsen) ergeben, hat mich wirklich sehr überrascht. Und das zentrale Gebäude ist einfach nur ein Schmuckstück, welches sich wunderbar in die Umgebung einfügt. Dazu gibt's noch den herrlichen Ausblick nach Nordosten über Festung Königstein, Lilienstein bis hin zum Pfaffenstein. Hier kann man durchaus auch länger verweilen.

In der Wildpretskammer (Aufnahmeort)
Nach unserem Besuch im Walderlebniszentrum wanderten wir schließlich zur Waldbühne Leupoldishain. Trotz des wegen Bauarbeiten derzeit gesperrten Hauptzugangs ab der Ortsmitte von Leupoldishain, war zumindest der untere Weg ab dem Ortsteil Nikolsdorf komfortabel mit dem Rolli befahrbar. Wir benutzten ihn für den Rückweg (s. Track vom 08.06., km 2,6 - 2,9). Auch der schmale Pfad darüber ließ sich im Rolli bewältigen, allerdings fühlte ich mich dabei in Begleitung von Ute wesentlich wohler. Bis zur Waldbühne mußten wir dann vom tiefsten Punkt des Weges noch einmal fast 40 Hm auf ca. 500 m bewältigen, weswegen ich davon ausgehe, daß man hier - so wie ich - im Rollstuhl Schiebeunterstützung benötigt, selbst auf der etwas längeren Strecke.

Nach dem schönen Picknick mit Erdbeertorte von Ute "arbeiteten" wir uns noch im weglosen Gelände bei leidlich gut berollbarem Untergrund bis zu einer Höhle am Ende von Bärs Grund vor, die sowohl unter Wildbretskammer als auch als Kleiner Kuhstall auf den Karten eingezeichnet ist. Romantisch in einem Felskessel gelegen, war das natürlich ein besonderer Höhepunkt der Tour.

Am zeitigen Nachmittag kehrten wir von unserem reichlich zweistündigen Spaziergang zurück.

Keine Kommentare :