Bild des Monats: Juli 2026

14.07.2013: Auf dem zweithöchsten deutschen Straßenpaß, dem Oberjoch (Aufnahmeort)
Im Hochsommer ist Jagdzeit auf Alpenpässe. Das ist für mich schon seit vielen Jahren üblich, und nicht ohne Grund bin ich 2024 Mitglied des illustren 2k-Clubs von Quaeldich.de geworden. Freilich macht sich nun auch das Alter allmählich bemerkbar. Von den Leistungen früherer Jahre entferne ich mich mittlerweile immer mehr, obwohl ich diesen Prozeß durch ständige Fahrpraxis etwas aufzuhalten versuche. Mein Schweizer Sportfreund Rudy ist diesbezüglich in einer wesentlich schwierigeren Lage.

Insofern beeindrucken selbst mich meine Unternehmungen der Pässejagd im Jahr 2013, weil sie sich in Qualität und Quantität vom derzeitigen eigenen Leistungsstand deutlich abheben. Auf jeden Fall war dieses Jahr eines meiner erfolgreichsten in den Alpen, in welchem ich einige der bedeutendsten "Monumente", wie z.B. den Galibier (s. a. Bild des Monats Juli 2024), den Col d'Izoard und Col d’Agnel und die (nach Eigenaussage) höchstgelegene Alpenstraße am Cime de la Bonette mit einer Höhe von 2802 m über dem Meeresspiegel bezwingen konnte.

Im Sommer des Jahres 2026 werde ich nun wesentlich kleinere Brötchen backen, zumindest in Bezug auf die dabei erreichten Höhen kann man das beinahe wörtlich nehmen. Dies allerdings hängt auch damit zusammen, daß mir (in den Alpen) inzwischen die noch unbesuchten 2000er-Pässe so ziemlich ausgegangen sind bzw. die restlichen, für mich auf gutem Untergrund befahrbaren Anstiege zu verstreut vorkommen oder auch manchmal auch abgelegen sind, um sie innerhalb einer Urlaubsfahrt sinnvoll miteinander zu verbinden.

Es bleiben also vielleicht nur noch Ziele in den Pyrenäen für wirklich herausragende Unternehmungen in den hohen Bergen Europas. Auch die Bergstraßen in Korsika oder Sardinien würden mich durchaus interessieren, doch kommt es für mich überhaupt nicht infrage, dorthin allein zu reisen. Sofern sich aber mal die Gelegenheit ergeben sollte, sich Freunden anzuschließen, die dort beispielsweise einen Kletterurlaub verbringen, dann wäre das prima. Ansonsten kann ich auch damit leben, wenn nicht mehr jede Idee, die mir so durch den Kopf geht, Realität wird. Ich fühle mich jedenfalls zu nichts verpflichtet, denn noch nie habe ich meine Aktionen vorher lauthals angekündigt.

Einer meiner wichtigsten Grundsätze lautet: Erst handeln, dann (darüber) reden!

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