14. August 2026

Auch Berge ...

Meine Heimatstadt Pirna befindet sich zwar nur ca. 110 m ü. NHN, doch wenige Kilometer südlich vom Elbtal beginnt schon das Erzgebirge. Die höchsten Berge im östlichsten Teil des langgestreckten Gebirgszuges - welcher übrigens auch die Grenze zwischen Deutschland und der tschechischen Republik markiert - reichen dabei immer noch bis knapp über 900 m.

Ganz so weit hinauf ging es gestern bei mir nicht, doch befand sich der Scheitelpunkt meiner Tour  kurz vor Böhmisch Zinnwald (Cínovec) immerhin auf 876 m ü. NHN. Damit lag dieser rund 760 m höher als mein Zuhause. Im Gegensatz zur letzten Alpentour genau eine Woche zuvor hatte ich allerdings wesentlich mehr Strecke, um diese Höhe zu erreichen. Auch gab es zwischendurch ein paar Abfahrten, welche die Kletterei etwas auflockerten.

Über Neustadt im Erzgebirge thront der Stürmer
(Bouřňák, Aufnahmeort)
Diesmal suchte ich mir für die Anfahrt zum Erzgebirgskamm einen Weg, den ich so in voller Länge bisher noch nie gefahren bin. Um nämlich die verkehrsintensive und recht eintönige Bundesstraße B170  zu vermeiden, stellte ich mir stückweise eine Strecke zusammen, welche tatsächlich größtenteils parallel zur Hauptverkehrsachse verlief. Von Hähnichen führte diese auf verkehrsruhigen und vor allem im Abschnitt zwischen dem Ortsausgang von Reichstädt bis zur Abfahrt ins Tal der Wilden Weißeritz vor Seyde herrlich aussichtsreichen Straßen bis zum Grenzübergang Neu-Rehefeld und weiter nach Neustadt im Erzgebirge (Nové Město), dem südlichsten Punkt der Tour. Das waren insgesamt fast 45 km!

Auf dem Teilstück zwischen Wittichbaude (Horská chata Vitiška) und Böhmisch Zinnwald (s. Track vom 13.08., km 65,7 -71,8) werde ich in ein paar Monaten hoffentlich wieder auf Brettern mit meinen Freunden unterwegs sein, denn im Winter wird diese Straße als Teil der KLM (Krušnohorská lyžařská magistrála - Erzgebirgsskimagistrale) für den Kraftverkehr gesperrt und als Loipe präpariert.

Nach dem kleinen Umweg über Altenberg folgte ich ab Lauenstein stetig abwärts der Müglitz. 37 km ausschließlich bergab reichten für die erfolgreiche Aufholjagd aus, sodaß ich mir zum Schluß den Extrazacken über Zehista leisten konnte. Nach den angenehmen Temperaturen auf den Höhen des Erzgebirges wurde mir dabei noch einmal ziemlich warm, dafür ersparte ich mir aber den Elberadweg.

Die langen Anstiege in das höchste Gebirge des Landkreises Sächsische Schweiz - Osterzgebirge waren und sind das perfekte Training für die großen Berge in den Alpen. Schöne Landschaft gibt's gratis dazu!

Keine Kommentare :