Kurz vor halb Zwölf war ich dort und ziemlich erstaunt, daß ich ganz allein auf der Plattform stand. Es ist eben noch keine Hochsaison, und die paar Besucher an einem ganz normalen Wochentag müssen sich beileibe nicht drängeln, um einen Blick von dieser Aussicht zu erhaschen.
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| Vor der Abfahrt nach Cunnersdorf (Aufnahmeort) |
Anschließend spulte ich das Standardprogramm ab, wozu ab Bad Schandau auch regelmäßig der Umweg über Krippen, das Krippenbachtal, Cunnersdorf sowie schließlich über die Täler von Cunnersdorfer Bach und Biela zurück an die Elbe nach Königstein gehört. Daß ich diese Strecke aus mehreren Gründen liebe, hatte ich ja schon oft geschrieben. Kurz vor Cunnersdorf ließ sich auch für einige Zeit die Sonne blicken. Noch zwei Tage zuvor war ich mit Christiane im Skitandem durch eine weiße Winterwelt gefahren, und nun sah ich auf den Feldern das erste frische Grün. Bei erstmals zweistelligen Temperaturen konnte ich getrost meine Mütze im Rucksack verstauen.
Kurz vor Königstein näherte sich mir zwar einer der lokalen Regenschauer, aber das war an diesem Tag trotz unbeständiger Wetterlage das einzige Mal, wo ich ein paar Tropfen abbekam. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, meine Ausfahrt anschließend über Pirna hinaus auszudehnen. Das milde und zunehmend sonnige Wetter mußte genutzt werden! Selbst der inzwischen kräftige Westwind fühlte sich bei weitem nicht so unangenehm an, obwohl ich dann froh war, als er mich auf dem Rückweg schob.
Inzwischen spürbar ausgearbeitet, sammelte ich die letzten Kilometer und Höhenmeter für die Statistik auf meinem zusätzlichen Umweg über Lohmen und konnte dabei dennoch meine Wunschvorgabe hinsichtlich der Geschwindigkeit ins Ziel retten. Mit gut gepflegter Ausrüstung wäre es aber vermutlich leichter gewesen.
Langsam wird es Zeit für den Frühjahrsputz.

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