29. Mai 2016

Wochenabschluß

Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende. Erstmals überhaupt bin ich an sechs von sieben Tagen unterwegs gewesen.

Zwar waren die Touren entlang der Elbe geländebedingt eher flach und damit für mich nicht sonderlich anspruchsvoll.  Weil das Projekt "Elberadweg für Alle" heißt, habe ich außerdem nur kurze Abschnitte zusammengestellt. Es liegt in der Natur der Dinge, daß mein körperlich wesentlich stärker eingeschränkter Begleiter Stefan vom TetraTeam dabei wesentlich mehr leisten mußte, als ich. Ich jedenfalls bin stolz darauf, daß er selbst die zwei zusammengelegten und damit doppelt so langen Etappen gut bewältigen konnte. Damit hat er eindrucksvoll bewiesen, was geht.

Obwohl eine Fahrt ins Blaue, war mein Solo am Sonntag natürlich wieder den Bergen gewidmet. Nach Überquerung der Ausläufer des Osterzgebirges peilte ich zunächst meine "Böhmische Rennstrecke" an. Auf der perfekt ausgebauten Schnellstraße 13, die mich nach Tetschen-Bodenbach (Děčín) brachte, rollt es sehr gut und trotz des Fernverkehrs völlig gefahrlos (s. Track vom 29.05., km 38,2 - 58,2). Unsere Nachbarn sind meist extrem rücksichtsvolle Kraftfahrer.

Ich habe einen Alp-Traum! (Aufnahmeort)
Während meiner Mittagspause in Bodenbach fielen mir sofort die unzähligen Leute auf, die mit angelegter Kletterausrüstung die nahegelegene Gaststätte mit Biergarten bevölkerten. Etwas später sah ich den Grund. An der Schäferwand (Pastýřská stěna) wurden vor einigen Jahren mehrere Klettersteige eingerichtet. Heute steppte dort Bär. Die Felsen als Rummelplatz - der Alptraum eines jeden ernsthaften Bergsteigers.

Ich wollte nur noch weg. Statt den Elberadweg bis Pirna durchzufahren - er ist gegenwärtig sowieso noch in Obervogelgesang gesperrt - wählte ich für den Rückweg jedoch eine bergige Strecke durch das Gebiet der Steine. Die ausgedehnten Wälder spenden bei Hitze wohltuenden Schatten und sind im Sommer geradezu prädestiniert für Ausflüge. Die knapp 30°C am Nachmittag ließen sich so am besten ertragen.

Zuhause hätte ich mein Shirt auch auswinden können. Doch habe ich inzwischen zu schätzen gelernt, was eigentlich lästig ist. Tetraplegiker können nämlich nicht schwitzen und überhitzen in solchen Fällen ganz schnell, wenn sie keine Kühlweste tragen. Bei mir kühlt der Fahrtwind mithilfe des nassen Trikots. Das ist wesentlich effektiver.

Track der Handbiketour vom 29.05.2016

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