17. Mai 2026

Halbe Tage voller Aktion

Es muß nicht immer ein ganzer Tag in Bewegung sein. Seit einigen Jahren hat sich bei mir deshalb auch die freitägliche Feierabendrunde im Handbike etabliert. An diesem Tag arbeite ich von zuhause aus und kann aufgrund flexibler Arbeitszeitgestaltung auch schon mittags die Arbeitswoche beenden. Innerhalb weniger Minuten bin ich danach startklar.

Die Festung Königstein ist von allen Seiten eine
eindrucksvolle Erscheinung (Aufnahmeort)
Vorgestern habe ich dabei nur mein Minimalprogramm abgespult, was allerdings bedeutete, mir neben etlichen "schnellen" Strecken eine Steilrampe sowie einen Anstieg über rund 230 Hm am Stück vorzunehmen. Erstere ist der Anstieg von Pötzscha nach Naundorf (s. Track vom 15.05., km 8,1 - 9,5) sowie die daran anschließende 12% steile Pflasterstraße im Ort (s. Track vom 15.05., km 9,8 - 10,0). Diese Auffahrt gehört zu jedenfalls zu den Strecken, um die ich lieber einen Bogen mache, wobei ich mir hin und wieder gerade solche Abschnitte bei kurzen Trainingstouren zur (mentalen) Abhärtung verordne.

Die zweite größere Herausforderung war natürlich die Auffahrt durch den Tiefen Grund in Richtung Hohnstein (s. Track vom 15.05., km 40,3 - 45,6). Hier verhält es sich ein bißchen anders, weil ich diesen Berg aufgrund seines abwechslungsreichen Steigungsprofils eigentlich ganz gerne fahre. 12% werde nur auf einem relativ kurzen Stück erreicht, und auch erst, wenn man sich an den ersten Aufschwüngen eingefahren hat. Außerdem gibt es immer wieder Flachstücke, die sich - je nach tagesaktueller körperlicher Verfassung - entweder zum Beschleunigen oder zum Durchatmen eignen.

Da sich inzwischen dunkle Wolken mit Regenfahnen näherten, holte ich vor Neustadt schließlich etwas weiter ostwärts aus. Tatsächlich gelang es mir, bei diesem wechselhaften Wetter bis zum Schluß trocken zu bleiben und meine Tour wie geplant zu beenden.

Sonnabends stand dann wieder eine gemeinsame Ausfahrt mit den sportlich Interessierten der Dresdner Selbsthilfegruppe "integrativ-aktiv" an, während eine weitere Gruppe derweil wesentlich entspannter in Bad Schandau unterwegs war. Nachdem wir im Vorjahr auf Rädern gemeinsam eine recht anspruchsvolle Runde auf der anderen Elbseite ab Reinhardtsdorf-Schöna bewältigt hatten, wollten wir uns diesmal auf der Wildwiese die Schrammsteine von der entgegengesetzten Seite anschauen. Als Start- und Zielpunkt der Tour diente Königstein, wo nach der Rückkehr gemeinsames Grillen angesagt war (s. Track vom 16.05., km 39,9 -66,8).

Fast alle Teilnehmer mit Handicap benutzten Fahrzeuge mit zusätzlicher Elektrounterstützung. Prinzipiell bin ich zwar gegen solche Gefährte, wenn sie als Sportgeräte dienen sollen. In diesem Fall stand jedoch eher das Erleben im Vordergrund, weswegen ich ganz gut damit leben konnte. Zudem muß ich faierweise eingestehen, daß für die meisten Betroffenen eine solche Strecke gar nicht ohne zusätzliche Kraftunterstützung möglich gewesen wäre. Interessant war für mich vor allem, wie bzw. ob der Fahrer des Adaktivhandbikes auf den etwas steileren Abschnitten des Wenzelwegs ohne Hilfe klarkommt (s. Track vom 16.05., km 50,9 - 51,1). Dabei stellte sich heraus, daß Benutzer eines solchen Handbikes dort tatsächlich einen Begleiter zum Schieben benötigen. In der Gegenrichtung, also bei der Auffahrt über den Nassen Grund, dürfte es übrigens auf dem letzten Teilstück genauso sein.

Ich bin natürlich zum Treffpunkt auch schon mit dem Rad gekommen. Davor sammelte ich noch ein paar Kilometer und Höhenmeter, den fehlenden Rest zur gewünschten Gesamtbilanz beglich ich auf der Heimfahrt. An diesem Tag war ich insgesamt ebenfalls nur 7 Stunden sportlich aktiv, die übrige Zeit verging beim Grillen sowie den zahlreichen kleineren und größeren Pausen des doch erfreulich großen Radfahrerpulks der Dresdner Selbsthilfegruppe.

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