1. Juni 2010

Nachholbedarf

Es gibt einiges nachzuholen. Zum einen ist es das Wetter, welches offenbar ein paar Wochen hinterherhinkt. Vom Frühsommer ist jedenfalls weit und breit nichts zu sehen. Auch bei meinen Touren liege ich im Hintertreffen. Doch etliche Male lagen andere für mich wichtige Dinge an oder das Wetter spielte verrückt.

Dafür herrschten am Sonnabend auf der Radtour mit meinem alten Radfreund Sigg endlich mal wieder angenehme Bedingungen. Er hatte sich eine recht flache Runde gewünscht, deshalb ließ ich es bei der Tourenplanung ruhig angehen. Zudem wollten wir bei der Gelegenheit gleich das neue Stück Elbradweg zwischen Niederwartha und Meißen erkunden, welches seit Frühjahr 2010 parallel zur B6 führt. Kommentar: eine wirklich gelungene Wegführung. Ich hätte gar nicht gedacht, daß es linkselbig noch so viel Spielraum dafür gibt. Lediglich die ersten 800m müssen von Niederwartha aus (noch) auf der Bundesstraße zurückgelegt werden.

Ab Meißen kletterten wir in das nördliche Hinterland hinauf. Ursprünglich sollte es nach Moritzburg gehen, herausgekommen sind wir schlußendlich in Radeburg. Auf unserem Weiterweg nach Radeberg konnten wir einige Schäden des Tornados vom vergangenen Montag sehen, denn es lagen etliche umgestürzte Bäume am Straßenrand. Bevor wir nach Pirna fuhren, genehmigten wir uns noch einen kleinen Umweg auf dem Radweg der ehemaligen Hochlandbahhn von Schullwitz nach Porschendorf. Es ist schon bemerkenswert, wie sich diese herrliche Radpiste inzwischen herumgesprochen hat. Da war richtig Betrieb!

Dagegen bin ich am Montag durch nahezu menschenleere Gegenden geradelt. Nun gut, die Arbeitswoche hatte bereits wieder begonnen, und das Wetter war auch nicht gerade der Bringer. Denn an herrlichen Sommertagen sieht es zumindest auf der Erzgebirgsmagistrale zwischen Böhmisch Zinnwald (Cínovec) und Schönwald (Krásny Les) ganz anders aus.

Die Strecke bis dahin, die mich westlich des Seidewitztals durch Burkhardswalde nach Döbra führte, sowie der Radweg an Liebenau vorbei nach Löwenhain, ist eigentlich nur Insidern und Bergfahrern bekannt. Das gleiche gilt für den Radweg von Geising zur Kohlhaukuppe und weiter nach Zinnwald. Auf der Kohlhaukuppe herrschte jedenfalls gähnende Leere, so daß der Wirt ganz in Ruhe sein Holz spalten konnte. Bis jetzt ist es noch nicht seine Saison.

In Peterswald (Petrovice) entschied ich mich noch zu einem Abstecher nach Tyssa (Tisá) und Eiland (Ostrov), damit ich dann eine umso längere Abfahrt durch das Bielatal nach Königstein genießen konnte. Trotz kräftigem Gegenwind und ordentlich Höhenmetern kam ich bis Pirna noch auf einen passablen Schnitt. Dafür rief am Abend dann mein Bett ganz laut nach mir.

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