Am Montag fuhr ich endlich hinauf bis zum Kamm des Osterzgebirges. In diesem Jahr war ich im Handbike dort überhaupt noch nicht - zu kalt, zu windig, zu wechselhaft. Dabei mag ich diese Landschaft sehr! Doch allein die lange Anfahrt aus dem Elbtal mit vielen Höhenmetern selbst auf der "billigsten" Wegstrecke - dem Müglitztal - läßt solche Unternehmungen nur sinnvoll erscheinen, wenn eine längere Tour geplant ist. Am ersten Scheitelpunkt meiner Ausfahrt kurz hinter Böhmisch Zinnwald (Cínovec) standen nach knapp 50 km jedenfalls schon 800 Hm in der Streckenbilanz - und dabei hatte ich sogar die Abkürzung mit dem üblichen Einfahr"buckel" über Zehista und Köttewitz bzw. alternativ bis kurz vor Großsedlitz ausgelassen, um mich zu schonen.
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| Einsame Osterzgebirgskammstraße nahe der Wüstung Ullersdorf (Oldříš) (Aufnahmeort) |
Erst in Deutschneudorf wechselte ich wieder auf die deutsche Seite, folgte jedoch weiterhin dem Tal der Schweidnitz westwärts. Überhaupt nutzte ich während meiner gestrigen Tour meist Täler zum Vorwärtskommen. Aufwärts im wesentlichen das Müglitztal, auf dem Rückweg die Täler der Schweinitz, der Flöha sowie der Freiberger Mulde. Auch dabei stand die Absicht im Vordergrund, sich "unnötige" Anstiege zu ersparen. Die Fahrt durch die häufig windungsreichen Flußtäler verlief dabei sehr abwechslungsreich, wie ich erfreut feststellte.
Erst ab Freiburg wurde es bis zur endgültigen Abfahrt ins Elbtal nach Dresden mühsam. Die vielen kleinen Anstiege und Abfahrten strengten mich mehr an, als es das Streckenprofil vermuten ließ. Dementsprechend langsam kam ich auf diesen 35 km voran. Zum Glück konnte ich mit schneller Fahrt auf dem Elberadweg meinen Durchhänger anschließend wieder ausbügeln. Dort mußte ich meinen Weg am Abend nur noch mit zahlreichen Feierabendpiloten teilen, bevor ich am Ende den nächsten 200er der Saison abrechnen konnte.
Das war wieder ein perfekter Tourentag mit für mich optimaler Witterung!

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