1. September 2026

Berge, ganz verschieden

Zum Bergefahren gibt es in meiner Heimat reichlich Möglichkeiten. Im Süden grenzt das (Ost-)Erzgebirge an das Elbtal, im Osten windet sich der Fluß durch das Gebiet des Elbsandsteins. Und doch unterscheiden sich beide Regionen: während ich eher ins Osterzgebirge fahre, um lange Auffahrten mit moderaten Steigungen, aber großen Höhenunterschieden zu bewältigen, stehen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz bei mir oft kurze, doch steile Klettereien im Fokus. Das bedeutet natürlich nicht, daß es nicht auch genau umgedreht sein kann. Erinnert sei hier einerseits an die lange Auffahrt aus dem Elbtal bei Königstein hinauf zum Hohen Schneeberg (Děčínský Sněžník) im südlichen Elbsandsteingebirge bzw. andererseits an die 12%-Rampe ab Oberschlottwitz nach Berthelsdorf im Osterzgebirgsvorland.

Gestern habe ich auf meiner Tour beide Welten vereint, wobei eigentlich beim Abstecher in die Sächsische Schweiz nur noch eine erwähnenswerte Auffahrt kam. Nachdem es erst am Morgen kräftig geregnet hatte, wurde das Wetter immer besser. Bei der Anfahrt zum Scheitelpunkt der Tour nach Fürstenwalde störten mich die lange Zeit noch nassen Straßen aber überhaupt nicht, denn bei meinem langsamen Tempo bergauf entsteht kein Spritzwasser. Außerdem konnte ich dem kräftigen Südwestwind meist entkommen. Lediglich auf der Straße von Hirschbach nach Reinholdshain mußte ich mal ein paar Minuten leiden.

NO-Panorama nahe Luchau (Aufnahmeort)
Dafür sorgten genau diese Bedingungen erneut für eine herrliche Fernsicht. Das wohl schönste Panorama des Tages bot sich diesmal unweit von Luchau in nordöstliche Richtung, bevor ich auf schneller Abfahrt in Glashütte das Müglitztal erreichte.

Kurz vor dem sprichwörtlichen Höhepunkt meiner Runde passierte ich in Fürstenwalde das Denkmal für George Bähr. Der Baumeister der bekannten Dresdner Frauenkirche wurde nämlich im Jahre 1666 hier geboren. Es ist schon bemerkenswert, wie viele zumindest in Sachsen bekannte Persönlichkeiten aus dem Erzgebirge stammen. Man denke dabei beispielsweise auch an den Orgelbauer Gottfried Silbermann.

Auf meiner Heimfahrt streifte ich schließlich die westlichsten Felsenberge der Sächsischen Schweiz, also die unweit von Naundorf gelegenen Bärensteine. Von der Anliegerstraße vor dem Ort konnte man übrigens auch im Westen die 17-Geschosser von Pirna-Sonnenstein sehen. Am schönen Picknickplatz mit Sandsteinbank habe ich mich auch schon zum Abendbrot im Freien mit Insa getroffen.

Das sollten wir demnächst mal wiederholen.

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