16. Oktober 2019

Zwischeneinlage

Niemand weiß, wie lange das Wetter noch so schön bleibt. Deshalb habe ich mir für gestern kurzfristig eine Auszeit vom Chef genehmigen lassen und bin auf Tour gegangen. In meiner "Ideensammlung" befinden ich ja sowieso immer zwei, drei Vorschläge. Auch die gestrige Runde gab es schon auf meinem Navi, allerdings änderte ich dann den zweiten Teil der Strecke. Ich wollte nicht mehr ganz so viele Höhenmeter sammeln, sondern eher etwas für's Tempo tun ...

Herbstlicher Blick über Pfaffendorf zur Festung Königstein
(Aufnahmeort)
Unterfordert war ich trotzdem nicht, denn gerade zu Beginn gab es auf der linken Elbseite einige kräftige Anstiege. Besonders die Steilrampe von Königstein durch Papstdorf bis zum Ortseingang von Gohrisch (s. Track vom 15.10., km 16,3 - 18,9) gehört zu den Anstiegen, um die ich meist einen Bogen mache. Aber hin und wieder muß ich auch diesen 14%er mal abhaken. (Da fällt mir gerade ein, daß ich den Waltersdorfer Berg von Rathen aus dem Elbtal lange nicht mehr hochgefahren bin.) Belohnt wurde ich mit einem schönen Blick auf die Festung Königstein im herbstlichen Gewand. Übrigens: im Frühjahr habe ich oberhalb von Pfaffendorf ebenfalls in diese Richtung fotografiert.

Auf der Verbindungsstraße zwischen der Zufahrt zum ehemaligen Pionierlager und der Straße nach Cunnersdorf (s. Track vom 15.10., km 24,7 - 26,6) büßte ich diesmal ebenfalls viel Zeit ein. Im Baustelleninformationssystem von Sachsen sind die gerade dort stattfindenden Bauarbeiten nämlich nicht aufgelistet. Momentan wird dieses kleine Sträßchen jedoch aufwendig ausgebaut, und so mußte ich mich knapp zwei Kilometer lang auf teilweise sehr groben Schotter (dem Bett für die zukünftige Asphaltschicht) im Schrittempo quälen. Immerhin waren die Bauleute sehr nett und ließen mich passieren. Natürlich entschuldigte ich mich für die Störung. Wenn ich jedoch am Anfang bereits gewußt hätte, wie lang die Baustelle ist, wäre ich gleich anders gefahren.

Um dem Höhenzug zwischen Sebnitz und Neustadt auszuweichen, bin ich schließlich auch noch ein paar Kilometer durch den böhmischen Schluckenauer Zipfel (Šluknovský výběžek) gefahren. Jetzt, wo diese Straße und der sich daran anschließende Radweg perfekt neu asphaltiert ist, nutze ich die Verbindung sehr häufig. Lediglich das kurze Stück des Radwegs auf deutscher Seite vom Fußgängergrenzübergang bis kurz vor dem Ortseingang von Steinigtwolmsdorf ist noch ziemlich holperig (s. Track vom 15.10., km 76,1 - 76,8).

Zurück in Sachsen, wählte ich dann lieber den Umweg über Bischofswerda, als ca. 200-300 weitere Höhenmeter auf der Hohwaldstraße nach Neustadt zu sammeln. Nun konnte ich endlich wieder meinen Rückstand aufholen. Nach ein paar nervenden Kilometern entlang bzw. auf der (ehemaligen) Bundesstraße (hier gibt es leider keine brauchbare Alternative) und einem rücksichtlosen Autofahrer, der mich trotz Gegenverkehr zwischen Goldbach und Großharthau in einer Rechtskurve sehr knapp überholte statt mal kurz zu bremsen, genoß ich umso mehr die Ruhe auf den Nebenstrecken bis Pirna.

Es hätte auch anders kommen können ...

Track der Handbiketour vom 15.10.2019

1 Kommentar :

Láďa hat gesagt…

Good! You will need the speed for Langlauf! 😃