Den ersten Tourentag nach einer langen (körperlichen) Erholungsphase, wie z.B. der Arbeitswoche, kann ich kräftemäßig immer so richtig aus dem Vollen schöpfen. Also bin ich auch diesmal nachmittags zunächst nach Süden in die Berge gefahren. Schon während des langen ersten Anstiegs hatte ich ein gutes Gefühl, und im Kurzarmtrikot die volle Bewegungsfreiheit.
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| Blick über die Häuser von Goes zur Gottleubatalbrücke und nach Pirna, links über den Wiesen die runde Kuppe des Kohlbergs (Aufnahmeort) |
Auf der zweiten Schleife kletterte ich nördlich der Elbe erneut von etwa 150 m NHN bis auf über 330 m NHN, um dann in der Elbniederung zwischen Pillnitz und Pirna-Copitz entspannt auszurollen. Diesmal verabschiedete sich die Sonne am Bonnewitz Berg, ca. 14 km vor dem Ziel. Doch bei klarem Himmel wurde es eine romantische Fahrt in die Nacht, bevor ich gegen 19.00 Uhr zuhause ankam.
Gestern hatte ich mir nur eine flache Runde nordwestlich von meiner Heimatstadt vorgenommen. Nach dem Anstieg aus dem Elbtal konnte ich dabei vom teils kräftigen Südostwind profitieren, auch wenn er anfangs noch als Kantenwind von schräg rechts hinten anlag. Deshalb hatte ich mittags nach 62 km auch schon den nördlichsten Punkt in Ebersbach erreicht, in Coswig kam ich 13.00 Uhr an.
Nun wäre ich lt. Streckenplan eigentlich nur noch an der Elbe entlang nachhause gefahren, doch entschied ich mich aus zwei, besser drei Gründen dagegen. Erstens herrschte auf dem Elberadweg wieder der für diese Witterung übliche Verkehr inklusive der von mir so geliebten Mofafahrer und der nicht viel weniger nervenden Wochenendrennfahrer, die mir beim Überholen unbedingt zeigen müssen, wie schnell sie sein können (nur, um dann wenige Meter vor mir wieder auf ihr wesentlich langsameres Tempo zurückzufallen). Zweitens waren mir die bisher nach 90 km absolvierten rund 750 Hm einfach zu wenig. Und drittens verfügte ich immer noch über genügend Kraftreserven für den Umweg durch Freital nach Kreischa.
Auf den letzten 45 km sammelte ich dabei immerhin weitere 450 Hm, wobei ich es tatsächlich ohne einen einzigen Kilometer auf dem Elberadweg bis Pirna schaffte. In Kreischa hätte ich nämlich im Lockwitztal nordwärts zur Elbe rollen können, genauso in Dohna durch das Müglitztal. Ich aber querte auch dieses, bevor ich erst vom Seidewitztal direkt das Pirnaer Stadtzentrum anpeilte. Viel mehr Strecke, doch vor allem auch Anstiege hätten es an diesem Tag nicht mehr sein dürfen, denn am Ende baute ich ziemlich ab. Mein Trainingszustand ist inzwischen jedoch wesentlich besser geworden, die merkwürdigen körperlichen Auffälligkeiten der ersten Handbiketouren der Saison sind offensichtlich Geschichte.
Das ist doch schon mal gut!

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