Freitags sah es allerdings zunächst nach Regen aus, und das Wetterradar meiner Smartphone-Anwendung zeigte Regengebiete im Anmarsch. Deshalb schraubte ich meine Erwartungen nicht zu hoch. Immerhin schien es nördlich der Elbe einigermaßen trocken zu bleiben, ein Grund mehr für eine entspannte Feierabendrunde in diese Richtung.
Der Regen kam nicht - aber mit fortschreitender Tageszeit wurde es zunehmend ungemütlicher für mich, denn offensichtlich war ich insgesamt zu leicht bekleidet. Dabei hätte ich abends bei aufklarendem Himmel Handschuhe, lange Unterhosen sowie eine weitere Bekleidungsschicht am Oberkörper gut gebrauchen können. Vor allem in den Fingern zwickte bald schmerzhaft die Kälte, die ich nun leider bis zum Ende der Tour ertragen mußte. Selbst in der warmen Wohnung dauerte es anschließend noch geraume Zeit, bis ich meinen Wohlfühlbereich erreichte: im Bett.
Den Sonnabend ließ ich diesmal für sportliche Aktivitäten aus. Abends stand ein Termin an, außerdem schien es naß zu werden. Tatsächlich weichte mich der Regen kurz nach dem Mittag gründlich ein, als ich einige Besorgungen erledigte.
Dafür begannen die beiden folgenden Tage bereits am Morgen mit viel Sonnenschein. Aufgrund der Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatte ich es aber überhaupt nicht eilig. Immerhin packte ich Handschuhe in den Tourenrucksack, auch lange Unterhosen sowie am Sonntag sogar mein langärmeliges Funktionsunterhemd mußten sein.
Am zweiten Wochenendtag nutzte ich die nicht alltägliche Gelegenheit, die Staumauer der nahegelegenen Talsperre Bad Gottleuba (s. Track vom 22.06., km 19,6) mit dem Handbike zu befahren. Normalerweise ist der Zugang zum Bauwerk sowie zu dessen Betriebseinrichtungen gesperrt, doch zum sogenannten Tag des Wassers sowie anläßlich des 50. Jubiläums der Fertigstellung der Anlage öffnete die Landestalsperrenverwaltung Sachsen die Tore zum Gelände. Trotz der vielen Leute war dieser Abstecher der eigentliche Höhepunkt meiner sonntäglichen Ausfahrt.
![]() |
| Das romantisch gelegene Hotel "Forsthaus" im Kirnitzschtal (Aufnahmeort) |
Deshalb lief es montags gleich von Beginn an prächtig. Zugegebenermaßen lag das nicht zuletzt auch am Streckenprofil. Im Großen und Ganzen vermied ich nämlich steile Auf- und Abfahrten, wobei mein Augenmerk hauptsächlich auf gemäßigtem Gefälle lag. So wollte ich die Bremsbeläge meiner hydraulischen Scheibenbremse schonen, die sich bereits am Ende meiner Sonntagsrunde unüberhörbar bemerkbar gemacht hatten, weil während des Bremsens immer mehr Metall der Trägerplatten auf der Scheibe schliff. Bis zur Frühjahrswartung meines Gefährts Anfang April sollte die Bremse trotzdem noch durchhalten.
Als ich nach meiner Fahrt durch den Schluckenauer Zipfel (Šluknovský výběžek) kurz nach Zwei bereits in Sebnitz eintraf, bog ich zum ersten Mal für ein paar zusätzliche Kilometer und Höhenmeter nach links ab. Den zweiten Umweg gönnte ich mir schließlich zehn Kilometer vor Ultimo, womit ich außerdem meine Tourenstatistik in Bezug auf die absolvierten Anstiege wunschgemäß komplettierte.
Damit habe ich alle meine Vorgaben für den Handbiketourenmonat März geschafft und kann mich nun (ganz ohne mir selbst Streß zu machen) der technischen Saisonvorbereitung widmen. Dazu gehört auch die Grundreinigung meines wichtigsten Sportgeräts.
Was sein muß, muß sein ...

Keine Kommentare :
Kommentar veröffentlichen