17. März 2026

Pflichtbewußt

Nach der Tourenpause am Sonntag und bei einigermaßen akzeptablem Wetter gab es am Montag keine Ausreden für Müßiggang. Mit viel Disziplin habe ich inzwischen wieder konditionell zugelegt, und den Fortschritt will ich nicht grundlos zunichte machen. In meinem Alter kann man nur durch beständige Aktivität sein Leistungsvermögen einigermaßen aufrechterhalten. Und das will ich!

Entgegen meiner ersten Überlegungen verschlug es mich gestern erneut südwärts, diesmal in die am höchsten gelegenen Ausläufer des Elbsandsteingebirges an der Grenze zum Osterzgebirge. Nachdem ich im Glasergrund zunächst umkehren mußte, weil die Forststraße durch abzutransportierende Baumstämme blockiert war, steuerte ich über Rosenthal den Touristengrenzübergang Eulenthor an.

Für die bequeme Variante des beabsichtigten Hundertes - den Heimweg ausschließlich über den Elberadweg - hätte ich nach der langen Abfahrt in Tetschen (Děčín) schon etwa 56 km Strecke zurückgelegt haben müssen. Gegen Mittag waren es dort aber erst 50 km. Also nahm ich mir eine zusätzliche Minirunde ab Bad Schandau vor, die mich nach Goßdorf-Kohlmühle bringen sollte.

Auf dem Weg nach Deutschland wurde es jedoch immer dunkler am Himmel, und als ich endlich das Online-Regenradar auf meinem Handy inspizieren konnte, sah es überhaupt nicht gut aus. Immerhin schaffte ich es noch rechtzeitig bis zu einem Unterstand am Busbahnhof der Stadt, bevor kräftiger Regen niederging. Der dauerte dann allerdings gar nicht lange, sodaß ich den Umweg wie geplant in meine Tour einbauen konnte. Der Abschnitt zwischen Kohlmühle und Porschdorf durch das hier felsige, enge Sebnitzbachtal (s. Track vom 6.03., km 74,9 - 77,3) ist übrigens landschaftlich sehr empfehlenswert, auch weil das schmale Sträßchen als (derzeitige) Sackgasse im wesentlichen nur von den Bewohnern des Ortsteils benutzt wird.

Für die letzten Kilometer nachhause auf dem Elberadweg benötigte ich bei teilweise mäßigem Gegenwind reichlich1,5 Stunden, denn so ganz frisch fühlte ich mich nicht mehr. Auch wenn ich diesmal leistungsmäßig nicht an die Vortouren anknüpfen konnte, habe ich aber das Beste daraus gemacht. Anfang April bringe ich mein Gefährt zur Frühjahrswartung, bis dahin werde ich mit den technischen Ursachen dafür leben können.

Körperlich bin jedenfalls schon gut in Schwung.

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