13. April 2024

Fast wie im Süden

Nach dem Winter, der keiner war, hat die Natur mindestens zwei Wochen Vorsprung. Es genügte etwas Regen Mitte der Woche, damit die Bäume sich im rasenden Tempo begrünen.

So gesehen, bräuchte ich für Wärme und Sonne gar nicht in den Süden fahren. Und doch werden mein tschechischer Kamerad und ich ab Sonntag ein paar Tage in Südtirol verbringen. Erst in Meran, dann in Bozen. Ich freue mich schon darauf, wird es doch hoffentlich die Gelegenheit geben, die ersten größeren Anstiege des Jahres im Handbike zu erklimmen. Auf Quaeldich.de habe ich dazu jedenfalls vorher fleißig recherchiert - nun liegt es an den (Schnee-)Bedingungen vorort, was sich von meiner Tourenwunschliste abarbeiten läßt.

Frühling im Schluckenauer Zipfel (Aufnahmeort)
Davor habe ich gestern noch eine schnelle Feierabendrunde absolviert. Bei für mich optimalem Wetter (sonnig, nicht zu warm, ohne Gegenwind) rollte es nahezu perfekt. Dennoch hatte ich auch bei dieser Tour den Eindruck, daß nach der Bäume-ausreißen-Einfahrphase (immer nach langen Ruhepausen) erneut Ausdauer-Defizite auftraten. Nur kamen diese nicht so richtig zur Geltung, weil die Strecke dafür einfach zu kurz war. Nun, derzeit lasse ich meine Blutwerte überprüfen - vielleicht hat diese Erscheinung ja auch medizinische Ursachen. Vor einigen Jahren bekam ich bei ähnlichen Symptomen ein Mittel, welches die Unterfunktion meiner Schilddrüse ausglich. Danach lief es wieder wie geschmiert ... Der Auswertungstermin bei meiner Hausärztin kann aber erst nach meinem Urlaub stattfinden.

Als gestern, bereits auf dem Heimweg, nur unterdurchschnittlich viele Höhenmeter zusammengekommen waren, entschied ich mich für einige eher unübliche Abweichungen von der Standard-Strecke. Die Hauptstraße (B172) zwischen Bad Schandau und Königstein benutze ich zur Abwechslung ja öfter mal, doch den langen Anstieg ab Königstein in Richtung Struppen bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Prinzipell sind diese 1,6 km (s. Track vom 12.04., km 92.1 - 93,7) nämlich für Radfahrer aufgrund des starken Autoverkehrs überhaupt nicht zu empfehlen. Doch am Abend hatte dieser so stark nachgelassen, daß ich es wieder mal ohne schlechtes Gewissen wagen konnte. Die Auffahrt ist zwar nicht schön, aber die effektivste und gleichzeitig "billigste" Möglichkeit, dort das Elbtal hinter sich liegen zu lassen. Immerhin holte mich am Abzweig nach Struppen dann sogar noch ein weiterer Radsportler ein.

Als ein Stück weiter dieser letze große Berg hinter mir lag, hatte ich nicht nur fast meine Höhenmeterbilanz ausgeglichen, sondern dabei trotzdem mein Geschwindigkeit-Wunschziel halten können. Auf dem Weg nach Pirna kam nun bloß noch ein kurzer Aufschwinger am Ortsende von Struppen, sodaß ich bereits eine knappe halbe Stunde später zuhause einrollte.

Bei den nächsten Touren werde ich dann Höhenmeter gegen Tempo eintauschen ...

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