27. Juli 2026

Wegbereiter

Morgen werde ich mein Basislager wechseln und dabei über jenen Paß fahren, den ich heute im Handbike bezwungen habe. Die Tour zum Radstädter Tauernpaß war meine zweite Aktion in diesem Sommerurlaub, nachdem ich gestern wegen Regen pausieren mußte.

Bereits ein Tag ohne körperliche Aktivitäten reichte aus, um gut ausgeruht relativ zeitig zu starten. Außerdem sollte das Wetter gegen Mittag schlechter werden, bedeckt mit hoher Luftfeuchte war es ja schon. Doch mit 55 km Streckenlänge standen die Chancen gut, es vor dem angekündigten Regen zu schaffen, zumal die Beschreibung des Anstiegs auf Quaeldich.de wesentlich geringere Anforderungen als bei meiner Tour unter die Dachstein Südwand erwarten ließ.

Am Beginn der Schlucht (Aufnahmeort)
Trotzdem war die Strecke nicht zu unterschätzen, wie ich an der ersten Steilrampe feststellte. Die führte geradewegs in eine tiefe Schlucht, deren Anfang besonders pittoresk war. Im Bild kommt das leider nicht so deutlich zur Geltung, doch fühlte ich mich an diverse Paßstraßen in Frankreich erinnert. Dort war es freilich wesentlich wärmer.

Abgesehen von der meist dicken Wolkendecke, kam mir die Temperatur unter 20° aber sehr gelegen, deshalb machte sich die Feuchtigkeit auch nicht so schweißtreibend bemerkbar. Bis auf zwei Pinkelpausen konnte ich durchfahren und schon kurz nach Zehn erreichte ich den wenig eindrucksvollen Scheitelpunkt im oberen Teil des Touristenortes Obertauern. Der wiederum animierte mich überhaupt nicht zum längeren Verbleib, er ist halt einer dieser typischen Wintersportziele für jedermann.

Weil sich inzwischen Niederschlagsgebiete dem Ennstal (in welchem Altenmarkt liegt) bedrohlich näherten, begab ich mich nun schleunigst in die Abfahrt - leider auf dem gleichen Weg wie bergauf. Wofür ich im Aufstieg rund 3 Stunden benötigt hatte, war abwärts in einer dreiviertel Stunde Geschichte. Kurz vor Zwölf trudelte ich schließlich am Camping ein.

Der halbe Tag lag noch vor mir. Der Regen blieb nicht nur aus, sondern es setzte sich sogar die Sonne immer mehr gegen die Wolken durch. Eigentlich hätte ich also einen zusätzlichen Abstecher zum Zauchensee unternehmen können, mit rund 12 km pro Strecke und weiteren 500 Hm wäre ich dabei gewesen. Das aber war mir zuviel, will ich doch nicht gleich am Anfang meines Urlaubs mein ganzes Pulver verschießen.

Es warten noch größere Herausforderungen!

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