3. Dezember 2022

Festakt

Anläßlich des Internationalen Tages für Menschen mit Behinderungen, der jährlich am 3. Dezember begangen wird, wurde gestern nun während einer Festveranstaltung im Sächsischen Landtag der 5. Sächsische Inklusionspreis übergeben. Eigentlich waren es ja eher fünf Preise, denn für jede der Kategorien „Digitale Barrierefreiheit“ - „Kinder & Familie“ - „Wohnen“ - „Tourismus“ - „Kultur“ hatte die Jury zur Beratung am 5. Oktober einen Preisträger gekürt.

Gruppenbild der Preisträger und Juroren gemeinsam
mit dem Sächsischen Inklusionsbeauftragten und
dem stellvertretenden Schirmherrn (Aufnahmeort)
Der Plenarsaal war ziemlich voll, weil die meisten Bewerber in Begleitung von Projektteilnehmern zur Feierstunde erschienen. Dank der perfekten Organisation mit musikalischer Umrahmung durch das Polizeiorchester sowie einer stimmigen Moderation wurde es recht kurzweilig, und selbst die Reden der "Würdenträger" paßten hinsichtlich Umfang und Inhalt gut in den Ablauf. Für Heiterkeit sorgte bei den anschließenden Interviews mit den geehrten Projektträgern und -teilnehmern manch launige Antwort. Spontane Reaktionen sind sowieso immer die ehrlichsten.

Als (ehemaliges) Jurymitglied der Kategorie „Tourismus" hielt ich die Laudatio für den Preisträger in dieser Sparte. Wahrscheinlich können sich die regelmäßigen Leser meines Blogs schon denken, wer hierbei das Rennen gemacht hatte: es war der Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten e.V. mit seinem Projekt „Findlingspark Nochten – Landschaft barrierefrei erleben“.  Als die Auszuzeichnenden feststanden, hatte ich mir nämlich den Landschaftspark vor einigen Wochen selbst angeschaut.

Nach der Preisübergabe gab es bei einem kleinen Imbiß Gelegenheit, mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen. Für mich ist das immer der schönste Teil solcher Veranstaltungen, lerne ich doch dabei regelmäßig interessante Menschen kennen. Auch gestern war das so, denn die Leute vom SFZ Förderzentrum aus Chemnitz, die gemeinsam unter fachkundiger Anleitung ein zerlegbares Großkanu gebaut haben und darüberhinaus nun auch regelmäßig damit auf's Wasser gehen, waren mir sofort sympathisch. - Ich denke, im nächsten Jahr werde ich dort mal vorbeischauen und mitmachen.

Das strahlende Gesicht von Julia begleitete mich noch lange auf dem Heimweg.

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