24. Mai 2026

Stadt, Land, Fluß

Zwei weitere Touren sind in meiner aktuellen Stadtradel-Bilanz hinzugekommen. Die Feierabendrunde am Freitag nutzte ich dabei zur Bilddokumentation einer Strecke für das Tourenportal des Tourismusverbands Sächsische Schweiz im Internet. Und am Sonntag hatte ich mich mit Marvin von der Tretmühle verabredet.

Bevor ich am ersten Tourentag die Strecke ab Hinterhermsdorf hinab in Kirnitzschtal und zurück zur Straße unter die Räder nahm, bin ich natürlich noch ein paar zusätzliche Kilometer gefahren. Die Tage sind nun wieder so lang, daß ich selbst bei Halbtags-Mittelstrecken nicht mehr in die Dunkelheit komme. Als ich gegen viertel Fünf hinter der Gaststätte "Buchenparkhalle" in die Schotterstraße einbog, konnte ich mir deshalb viel Zeit für die bildliche Tourdokumentation lassen.

Auf dem Weg zur Niederen Schleuse im Kirnitzschtal
(Aufnahmeort)
Während der Belag der unasphaltierten Forststraße hinab ins Kirnitzschtal (s. Track vom 22.05., 52,2 - 57,2) meist frei von groben Gestein ist, weist der daran anschließende Teil der Strecke entlang des Flüßchens Kirnitzsch (s. Track vom 22.05., 57,2 - 63,3) neben zwei, drei kürzeren Asphaltstücken auch hunderte Meter lange Abschnitte auf, bei denen sich die Qualität des Untergrunds merklich verschlechtert hat. Noch vor ein paar Jahren bedeckte hier eine fein geschlämmte Mineralstoffdecke den Schotter, doch inzwischen wurde diese nahezu vollständig weggewaschen. Für mich bedeutete es, wegen meiner schmalen Reifen rund 10 km nur mit halber Kraft fahren zu können, um nicht eine Panne zu riskieren. Die Schönheit dieses romantischen Flußtals in der Hinteren Sächsischen Schweiz hat eben ihren Preis. Übrigens: Trotz der fortgeschrittenen Tageszeit, trotz der relativen Abgelegenheit begegneten mir gerade auf dieser als Radroute im Nationalpark ausgewiesenen Trasse eine ganze Menge Zweiradfahrer. Das hat mich überrascht, denn sonst war ich hier oft ganz allein unterwegs.

Nachdem ich wieder auf die asphaltierte öffentliche Straße gewechselt war, holte ich auf dem Heimweg meine Bummelei auf, sodaß ich schließlich 19.30 Uhr zuhause ankam. Eine schöne Einstimmung auf's Wochenende!

Gestern schließlich fuhr ich auf Umwegen nach Radebeul. Marvin vom dortigen Fahrradspezialgeschäft hatte mir angeboten, doch mal ein Handbike von Hase zu testen. Sein Arbeitgeber war es nämlich auch, der die Selbsthilfegruppe integrativ-aktiv am Sonnabend nach Himmelfahrt bei unserem gemeinsamen Ausflug in die Schrammsteine mit Leihrädern unterstützte. Obwohl die Handbikes von Hase grundsätzlich mit Elektromotor ausgestattet sind und daher für mich als Fortbewegungsmittel nicht infrage kommen, stand ich dennoch einer Testfahrt offen gegenüber - bot es doch die Möglichkeit, die ganz realen Auswirkungen einer Motorunterstützung beim Handbiken unmittelbar zu erleben. Bisher fußte meine Ablehnung von Mofas als Sportgerät immer nur auf Beobachtungen ...

Leider gab es ein Malheur bei der Anpassung des Handbikes auf meine Körpermaße, weshalb dieser Test am Ende doch nicht stattfinden konnte. Aber dann wird es eben später einmal, das ist jedenfalls ausgemacht. Außerdem habe ich angeboten, die Leute von Hase auch mit ganz praktischen Tips aufgrund meiner langen Handbikerlaufbahn zu unterstützen. Vielleicht ergeben sich dabei ja auch neue Querverbindungen, das jedenfalls würde ich ausdrücklich begrüßen.

Auf dem Rückweg nach Pirna wurde es danach am frühen Nachmittag teilweise richtig heiß. Das sind schon wieder die Temperaturen, bei denen ich leide. Zum Glück hatte ich bereits zwei Drittel der Strecke und der gewünschten Höhenmeter absolviert und konnte nun ohne Extravaganzen abseits des sicherlich bei diesem Sommerwetter stark frequentierten Elberadwegs heimfahren.

Zuhause wartete bereits eine eiskalte Cola auf mich.

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