Meine Nachmittagstour am 29. Mai teilte ich mir in zwei Abschnitte. Der erste Teil führte mich ins südliche Elbsandsteingebirge, wo ich seit langer Zeit mal wieder die Forsttrasse über Ladeweg, Lampertsstraße und Sommerhübelweg (s. Track vom 29.05., km 22,9 - 30,9) gefahren bin. Die letzten 4,5 Kilometer verläuft diese Verbindung zwar nur noch auf nichtasphaltiertem Untergrund - doch bei moderater Steigung spielte das eine nicht ganz so große Rolle.
Auf dem Rückweg nach Pirna über Tyssa (Tisá) konnte ich bergab meinen Virtual Partner wieder einholen, und auch bei meiner Fahrt im zweiten Teilstück durch das Seidewitztal nach Liebstadt verlor ich nicht mehr übermäßig an Boden, sodaß ich am Ende in Dohna für ein paar zusätzliche Höhenmeter nochmal aus dem Müglitztal kletterte. Ganz offensichtlich liegen mir lange Anstiege mit moderater Steigung, kombiniert mit langen, gemäßigten Abfahrten.
Auch der Sonnabend begann eigentlich ganz gut. Der bedeckte Himmel bei Temperaturen um die 16°C war nahezu ideal für mich, auch wenn ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte, daß eine hohe Luftfeuchte den positiven Effekt schmälerte.
Diesmal nahm ich mir zunächst die Befahrung der Gelben Etappe des Rockheads - einer Gravelbike-Mehrtagestour durch das Elbsandsteingebirge und die Oberlausitz - vor, weil im Rahmen des Pirnaer Stadtradelns der Tourismusverband Sächsische Schweiz an diesem Tag zu einer gemeinsamen Tour eingeladen hatte. Ich bin bei solchen Veranstaltungen natürlich nicht so schnell wie "normale" Radfahrer und startete daher zwei Stunden früher.
Die Strecke dieser ersten Etappe verlief erstaunlich selten auf Schotterpisten (insgesamt nur 2,6 km), allerdings gab es auch dreimal holperiges Granitsteinpflaster sowie verwitterten alten Asphalt. Dennoch fiel mir der letzte Schotterabschnitt im Cunnersdorfer Forst auf der Langen Straße überdurchschnittlich schwer, vielleicht war ich ja noch vom Vortag kraftausdauermäßig etwas angeschlagen.
Als ich 11.30 Uhr endlich in Krippen das Elbtal erreichte, waren endlich alle nennenswerte Anstiege geschafft, doch dafür erwartete mich auf der Rückfahrt nach Westen kräftiger Gegenwind. Statt Erholung ging der Kampf also weiter. Fast zwei Stunden benötigte ich danach bis Pirna, wobei ich jedoch in Rathen zwischendurch an der geschlossenen Bahnschranke rund 10 Minuten warten mußte. Desweiteren war ein kurzer Abschnitt des Elberadwegs kurz hinter Königstein wegen einer Baustelle gesperrt, die Radfahrer mußten dort auf der anderen Seite der Bahntrasse eine ziemlich abenteuerliche Umleitung inklusive Sandstein-Steilrampen zu Beginn und Ende benutzen (s. Track vom 30.05., km 46,4 - 46,8). Noch am Freitag hatten mich dort die Bauarbeiter freundlicherweise auf dem Radweg durchgelotst, doch diesmal wollte ich das ihnen und auch mir nicht erneut zumuten. - Die Teilnehmer der organisierten Rockhead-Tour haben mich übrigens nicht (mehr) eingeholt.
Auf dem zweiten Rundkurs des Tages ab Pirna über knapp 40 km und 320 Hm war ich dann im normalen Tempo unterwegs, da sich der flache Beginn bei starkem Gegenwind mit der bergigeren Strecke von Kreischa zurück zum Start einigermaßen ausglich. Bereits körperlich angeschlagen, gönnte ich mir zudem einen längeren Zwischenstop mit Freßpause, was mir sichtlich guttat.
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| Weiter Blick nach Osten. Rechts am Horizont sind die Tafelberge des Elbsandsteingebirges zu sehen, links davor die Hochhäuser von Pirna-Sonnenstein, während am linken Bildrand die Dresdner Elbtalweitung beginnt (Aufnahmeort). |
Die heutige Ruhepause wird's hoffentlich richten ...

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