Aufgrund der zu erwartenden Wärme verlegte ich meinen Start erneut in die späte Nacht. In den 1,5 Stunden bis Sonnenaufgang herrschten die für mich beinahe perfekten Bedingungen, sodaß ich ohne Schnappatmung Anstieg um Anstieg aneinanderreihen konnte. Beinahe stundenlang war ich der einzige Mensch im Gelände und genoß die Ruhe, in die sich bald das Vogelgezwitscher mischte.
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| Auf der Trasse der ehemaligen Schmalspurbahn durch das Käbschütztal (Aufnahmeort) |
Mit meiner Einstellung, im Flachland schnell und ohne Mühe voranzukommen, erlebte ich jedenfalls gründlich Schiffbruch. Auf den nach dem Verlassen der Bahntrasse folgenden rund 45 km Strecke bis kurz hinter Wermsdorf summierten sich mehr als 600 Hm, obwohl ich mich niemals höher als 230 m NHN befand! Erst 13.10 Uhr konnte ich schließlich zum finalen Sturm auf den Gipfel des Collmbergs ansetzen. Die Steigung der außer den ersten 400 m gepflasterten alte Straße überschritt dabei niemals 12%, trotzdem erzwang die Hitze drei Ruhepausen. Bloß gut, daß mich nur noch zwei nennenswerte Anstiege auf den letzten 90 km ausbremsten!
Am meisten ermüdete mich an diesem Tag schließlich die lange Fahrt auf dem Elberadweg von Zehren bis nach Pirna. Immerhin konnte ich hierbei einigen verlorenen Boden gutmachen, auch wenn es bis zum Ziel nicht für meine Wunschwerte reichte. Einige unwegsame Kilometer, das Streckenprofil des zweiten Viertels sowie die hochsommerlichen Temperaturen hatten das letztlich verhindert.
Ich kann mit diesem kleinen Schönheitsfehler leben.

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