25. Oktober 2026

So, wie es sein soll!

Vor dem Sturm war es an den vergangenen beiden Tagen auch schon sehr windig. Um Drachen steigen zu lassen ideal, doch für's Radeln eine zusätzliche Herausforderung.

Deshalb habe ich mich auf meiner Feierabendrunde am Freitag auch wieder in die Täler verkrochen, denn dort kam der kräftige Südwind nicht hin. Nur die letzten Kilometer vor dem Scheitelpunkt meiner Ausfahrt mußte ich mich mit dem Gegenwind auseinandersetzen, doch so, wie ich Liebenau erreicht hatte und mein Gefährt gen Norden wandte, konnte ich mich endlich entspannen.

Am Ende kurvte ich bis zum Dresdner Blauen Wunder, weil ich an diesem Tag die wohl letzte Möglichkeit des Jahres zu einem Feierabend-Hunderter noch nutzen wollte. Auch das Rumgezackel ganz zum Schluß in Pirna erklärt sich dadurch. Mit der heutigen Zeitumstellung ist es nun bereits um 17.00 Uhr dunkel, und in Verbindung mit den sinkenden Temperaturen animiert mich dies - im Gegensatz zum heißen Sommer - nicht unbedingt zu langen Nachtfahrten.

Sonnabends begann der Tag recht sonnig, nur der Wind war erneut ein Thema. Diesmal entschied ich mich, diesen gleich während der ersten Hälfte der Tour für mich zu nutzen. Geplant war eine Tour bis Schluckenau (Šluknov), doch wurde daraus nichts. Die Straße von Nieder Einsiedel (Dolní Poustevna) über Carolinsthal (Karlín) nach Wölmsdorf (Vilémov) ist derzeit nämlich wegen Straßenbauarbeiten komplett gesperrt. Selbst die späteren Abzweige von Ober Einsiedel (Horní Poustevna) und kurz vor Lobendau (Lobendava) waren als Sackgassen ausgewiesen, weshalb ich schließlich nach Hilgersdorf (Serverní) abgebogen bin. Denn die mittlerweile durchgängig asphaltierte Radtrasse über die Grenze nach Steinigtwolmsdorf ist immer wieder schön zu fahren.

Herbstzeit ist Pilzzeit - hier eine Hallimasch-Kolonie
direkt am Bahntrassenradweg durch das Schönfelder
Hochland (Aufnahmeort)
Erfreulicherweise bremste mich auf der Rückfahrt ab Neukirch/Lausitz der Gegenwind jedoch weniger aus, als befürchtet. Außerdem wählte ich das beinahe dünnste Brett, also eine Route ohne nennenswerte Gegenanstiege. 360 Hm auf 50 km sind für meine Verhältnisse jedenfalls unterdurchschnitlich. Damit gelang es mir ebenfalls, meine Wunschwerte noch zu erreichen, obwohl ich meine Arme diesmal schon deutlich spürte. Mit dem kleinen Umweg bis Birkwitz in der Elbaue hakte ich das letzte Tagesziel ab, bevor ich 16.45 Uhr zuhause einrollte.

Kurz danach kamen die ersten Regenschauer.

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