Was die Planung für den Süden betrifft, gab es eine spontane Änderung. Mein Kamerad Lád'a will nun nämlich gleich in mehreren Etappen mit dem Rad dorthin fahren, während ich am Sonnabend mit dem Auto nachkomme. Damit wird die Anfahrt für mich ein bißchen stressiger, ist aber immer noch machbar. Mit genügend Zeit und unterwegs ggf. eine Mütze Schlaf sollte das jedenfalls zu schaffen sein.
Meine letzte Feierabendtour vor der Tag-und-Nacht-Gleiche wird wohl auch fast der letzte Nachmittags-Hunderter gewesen sein, bei dem ich vor dem Sonnenuntergang wieder zuhause war. Auch daß ich die ganze Zeit im Kurzarmtrikot fahren konnte, gehört in dieser Saison wohl bald der Vergangenheit an. Vermutlich bleibt das dann nicht ohne Folgen auf das Tempo, doch daran verschwende ich derzeit noch keine Gedanken. Alles hat seine Zeit.
Statt meiner Standardstrecke über Putzkau, Ober-/Niederottendorf und Neustadt habe ich mich am Freitag auf dem Rückweg übrigens in Bischofswerda spontan für die Auffahrt durch Großdrebnitz nach Rückersdorf (s. Track vom 18.09., km 64,5 - 70,2) entschieden. Lange mied ich diesen Anstieg, doch inzwischen fühlt er sich gar nicht mehr so zermürbend an, wie er bisher in meinem Kopf abgespeichert war. Auch der letzte Anstieg hinter Porschendorf (s. Track vom 18.09., km 91,4 - 92,0) verliert seinen "Schrecken", wenn man ihn fährt, ohne kräftemäßig bereits am Limit zu sein. In dieser Saison habe ich mich dort auch schon richtig gequält.
Für den Sonntag hatte mich mein jüngeres Patenkind zum Geburtstags-Kaffeetrinken eingeladen, der Nachmittag war also bereits verplant. Trotzdem blieb noch ausreichend Zeit für eine Tour. Die führte mich zunächst ins Böhmische bis Tyssa (Tísa), wo ich auch schon eine Weile nicht mehr gewesen bin.
Nach der schnellen Abfahrt hinab ins Elbtal bis Tetschen bog ich kurz vor Bad Schandau noch zur Wildwiese unterhalb der Schrammsteine ab. Ich "benötigte" noch ein paar zusätzliche Kilometer und Höhenmeter für meine Tourenbilanz, außerdem ist es dort im Angesicht mächtiger Felsmauern immer wieder schön.
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| Kurz vor der Ziegenrückenstraße breitet sich vor dem Betrachter die Rathener Felsenwelt aus, rechts der Gamrig (Aufnahmeort) |
Dafür lagen spätestens am Abzweig zur Bastei alle größeren Anstiege hinter mir und ich konnte mich endlich auf Kaffee und Kuchen freuen. An solchen Tagen genieße ich die Leckereien ganz ohne Reue, habe ich doch zuvor reichlich Kalorien verbrannt. Gut, daß danach nur noch der Abgesang meines Tourentags folgte, denn lange Pausen und gutes Essen machen mich immer träge.
An diesem Abend lag jedoch nichts mehr an.

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