Gestern lief es jedoch endlich mal wieder anders. Noch im Tagesrhythmus der Sommerzeit lebend, ging es bereits 7.30 Uhr los. Es sollte eine relativ flache Runde bis Moritzburg werden, aber schon hinter Lohmen bog ich für ein paar zusätzliche Höhenmeter nach Dobra ab.
In Lichtenberg (s. Track vom 26.10., km 43,3) war die Straße ab dem Ortseingang gesperrt, doch die überaus freundlichen Bauarbeiter ließen mich trotzdem durch. Einer setzte sogar seinen schweren LKW einen halben Meter vor, damit ich passieren konnte. Vielen herzlichen Dank dafür, denn sonst hätte ich einen längeren Umweg über Pulsnitz inkl. mehrerer Anstiege nehmen müssen!
Auf der Gegenwindpassage bis kurz vor Moritzburg kam ich erneut besser als gedacht voran, und so erreichte ich das Tagesziel bereits kurz nach dem Mittag. Überhaupt war ich dem Virtual Partner meines Fahrradnavis immer dicht auf den Fersen, überholte ihn manchmal sogar. Erst auf dem knappen Offroad-Kilometer von Cunnertswalde in Richtung Moritzburg (s. Track vom 26.10., km 67,1 - 67,9), welchen ich mir diesmal wieder zugemutet habe, zog er schließlich für eine ganze Weile von dannen, weil ich dort entsprechend vorsichtiger gefahren bin.
Kurz vor dem Stadtzentrum von Dresden folgte dann die größte Streckenabweichung zur geplanten Runde. Statt nämlich den Elberadweg komplett bis Pirna zu fahren, bog ich nach Freital ab. Das Teilstück über Possendorf und Kreischa ist trotz der stark befahrenen Straßen einer meiner beliebtesten Extrazackel, nicht zuletzt wegen der sehr angenehm zu bewältigenden Steigungen. Wenn über das Poisental (s. Track vom 26.10., km 104,5 - 110,8) nicht eine der Hauptverkehrstrassen ins Osterzgebirgsvorland verlaufen würde, wäre es noch viel schöner. So bleibt es auf diesem Stück immer eine Sache der gegenseitigen Rücksichtnahme zwischen mir und den Kraftfahrern und deswegen fahre ich bei einem durch mich verursachten langen Stau auch mal rechts ran, um den Fahrzeugen (vor allem Bussen und LKW) Platz zu machen. Das bricht mir kein Zacken aus der Krone, steigert jedoch spürbar die Akzeptanz meiner Anwesenheit auf den Straßen.
Für die letzten rund 22 km benötigte ich (brutto) danach noch eine reichliche Stunde und erreichte mein Zuhause pünktlich zum Sonnenuntergang.
Den Tag habe ich gut genutzt!
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